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Notfallnummern für Studierende in Deutschland: Welche Nummer hilft wann?
Notfallnummern für Studierende in Deutschland: 112, 110, 116117 und 116116 einfach erklärt – inklusive Campus, Wohnheim und Kartenverlust.

Im Notfall zählt vor allem eines:
die richtige Nummer schnell wählen.
Für Studierende in Deutschland sind besonders vier Nummern wichtig:
- 112 – Rettungsdienst und Feuerwehr
- 110 – Polizei
- 116117 – ärztlicher Bereitschaftsdienst
- 116116 – Sperr-Notruf für bestimmte Karten, SIM-Karten und elektronische Berechtigungen
Die Nummern sehen ähnlich aus, erfüllen aber völlig unterschiedliche Aufgaben.
Besonders häufig wird verwechselt:
112 oder 116117?
Die Grundregel ist einfach:
- Lebensgefahr oder schwere akute Situation → 112
- dringende medizinische Hilfe ohne Lebensgefahr, wenn normale Praxen geschlossen sind → 116117
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe weist 2026 ausdrücklich darauf hin, dass die 112 bundesweit für Feuerwehr und Rettungsdienst gilt und auch in vielen europäischen Ländern erreichbar ist.
Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Nummer du in welcher Situation brauchst und welche Informationen du im Notfall bereithalten solltest.
112: Rettungsdienst und Feuerwehr
Die wichtigste Notrufnummer ist:
112
Damit erreichst du in Deutschland:
- Rettungsdienst
- Feuerwehr
Die Nummer ist:
- rund um die Uhr erreichbar
- ohne Vorwahl wählbar
- kostenfrei
Das BBK bestätigt außerdem:
Die 112 ist auch europaweit als Notrufnummer etabliert.
Wann solltest du 112 wählen?
Bei:
- Bewusstlosigkeit
- schwerer Atemnot
- Verdacht auf Herzinfarkt
- Verdacht auf Schlaganfall
- schweren Verletzungen
- starkem Blutverlust
- schweren Verbrennungen
- schwerem Unfall
- Brand
- Rauchentwicklung
- Explosion
- Gasgeruch
Das BBK nennt diese Situationen ausdrücklich als typische Gründe für einen 112-Notruf.
Im Zweifel bei möglicher Lebensgefahr
gesund.bund.de empfiehlt:
Wenn du nicht sicher bist, ob Lebensgefahr besteht, solltest du im Zweifel:
112
wählen.
Du musst nicht selbst medizinisch beurteilen können, ob ein Zustand exakt lebensbedrohlich ist.
Die Leitstelle stellt Fragen und entscheidet über die passende Hilfe.
Was musst du bei 112 sagen?
Wichtig ist vor allem:
Wo?
Genaue Adresse:
- Straße
- Hausnummer
- Gebäude
- Etage
- Raum
Auf einem Campus reicht:
„Universität X“
oft nicht.
Besser:
„Campus Nord, Gebäude B, 3. Etage, Raum 3.12.“
Was?
Kurz erklären:
- Unfall
- Bewusstlosigkeit
- Feuer
- starke Atemnot
Wie viele?
Wie viele Personen sind betroffen?
Welche Beschwerden oder Verletzungen?
Zum Beispiel:
- Person reagiert nicht
- starke Blutung
- Rauch eingeatmet
Warten auf Rückfragen
Das BBK und das Bundesportal empfehlen ausdrücklich:
nicht einfach auflegen.
Die Leitstelle kann weitere wichtige Fragen stellen.
Notfall auf dem Campus
Wenn du 112 auf einem großen Campus rufst:
nenne möglichst:
- Hochschulname
- Campus
- Gebäude
- Eingang
- Etage
- Raum
Wenn möglich:
Schick eine Person nach draußen, um den Rettungsdienst einzuweisen.
Das kann besonders bei:
- mehreren Gebäudeteilen
- Innenhöfen
- schwer sichtbaren Eingängen
hilfreich sein.
Hausnummer kennen
Auch im Studentenwohnheim ist eine gut sichtbare Hausnummer wichtig.
110: Polizei-Notruf
Die Nummer:
110
ist in Deutschland der Polizei-Notruf.
Die Polizeiliche Kriminalprävention weist darauf hin, dass die Polizei unter 110 rund um die Uhr für Notfälle erreichbar ist.
Wann 110?
Zum Beispiel bei:
- akutem Einbruch
- Bedrohung
- Gewalt
- laufender Straftat
- gefährlicher Situation
- verdächtiger akuter Beobachtung
Wichtig:
110 ist für akute Polizeinotfälle gedacht.
Beispiel Wohnheim
Du hörst, wie jemand gewaltsam versucht, eine Wohnungstür aufzubrechen.
→ 110
Beispiel Campus
Du beobachtest eine akute körperliche Auseinandersetzung und Menschen sind gefährdet.
→ 110
110 oder 112 bei Gewalt?
Wenn gleichzeitig eine Person schwer verletzt ist:
kann 112 für medizinische Hilfe notwendig sein.
Bei einer akuten Bedrohung oder Straftat:
110
Die Leitstellen können erforderlichenfalls weitere Kräfte koordinieren.
Was sagst du bei 110?
Die Polizei empfiehlt:
- Wer meldet?
- Wo passiert etwas?
- Was passiert?
- Wie viele Personen sind beteiligt?
- Gibt es Verletzte?
- Warten auf Rückfragen
Versuche:
- kurz
- konkret
- ruhig
zu sprechen.
Keine Notfall-Mail statt 110
E-Mail, Kontaktformular oder Onlinewache sind nicht für laufende Notfälle gedacht.
Die Polizeiliche Kriminalprävention weist ausdrücklich darauf hin:
Bei Notfällen:
110 oder 112
verwenden.
116117: Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Die Nummer:
116117
ist kein Rettungsdienst.
Sie ist für medizinische Probleme gedacht, die:
- dringend sind
- nicht bis zur nächsten regulären Sprechzeit warten können
- aber nicht lebensbedrohlich sind
Der Patientenservice 116117 ist deutschlandweit ohne Vorwahl erreichbar.
Der Anruf ist nach Angaben des Dienstes von deutschen Anschlüssen kostenfrei.
Typische Situation
Es ist Sonntagabend.
Du hast starke Beschwerden, aber:
- keine Bewusstlosigkeit
- keine schwere Atemnot
- keine erkennbare Lebensgefahr
Dann kann 116117 die richtige Anlaufstelle sein.
Beispiele der 116117
Der Bereitschaftsdienst nennt unter anderem:
- hohes Fieber bei Erkältung
- starken Brechdurchfall
- starke Hals- oder Ohrenschmerzen
- akute Harnwegsinfekte
- akute Rückenschmerzen
- akute Bauchschmerzen
als mögliche Fälle für den Bereitschaftsdienst.
116117 oder 112?
116117
Wenn du normalerweise zu einer Arztpraxis gehen würdest, die Praxis aber geschlossen ist und die Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann.
112
Wenn:
- Lebensgefahr
- schwere akute Erkrankung
- schwerer Unfall
besteht.
Die 116117 sagt ausdrücklich:
Bei lebensbedrohlichen Fällen ist 112 die richtige Nummer.
116117 ist auch für Privatversicherte erreichbar
Der ärztliche Bereitschaftsdienst selbst hilft laut 116117.de:
- gesetzlich Versicherten
- privat Versicherten
Der separate Terminservice hat teilweise andere Voraussetzungen.
Für den akuten Bereitschaftsdienst ist die Versicherungsart also nicht das zentrale Entscheidungskriterium.
Bereitschaftspraxis statt Notaufnahme
Die 116117 kann dir helfen, eine geöffnete:
- Bereitschaftspraxis
zu finden.
Je nach Situation kann auch ein Hausbesuch organisiert werden.
Das kann vermeiden, dass du wegen eines nicht lebensbedrohlichen Problems unnötig direkt in die Notaufnahme fährst.
Notaufnahme ist nicht für jede Erkältung da
Eine Notaufnahme ist für akute schwere medizinische Situationen gedacht.
Wenn du:
- Fieber
- starke Halsschmerzen
- akute Beschwerden
hast, aber nicht lebensbedrohlich erkrankt bist:
kann 116117 die passendere erste Anlaufstelle sein.
116116: Sperr-Notruf
Eine völlig andere Nummer ist:
116116
Nicht verwechseln mit:
116117
Wofür ist 116116?
Der Sperr-Notruf ermöglicht die Sperrung verschiedener elektronischer Berechtigungsmedien.
Dazu können gehören:
- girocard
- Kreditkarten teilnehmender Anbieter
- Online-Banking
- elektronischer Personalausweis
- SIM-Karten teilnehmender Anbieter
- weitere elektronische Berechtigungen
Der Dienst ist rund um die Uhr erreichbar.
Girocard
Nach Angaben des Sperr-Notrufs können alle girocards über 116116 gesperrt werden.
Für bestimmte Kreditkarten oder andere Medien muss der jeweilige Herausgeber am Sperr-Notruf teilnehmen.
Was brauchst du?
Je nach Sperre:
Girocard
- IBAN
- oder Kontonummer + Bankleitzahl
Kreditkarte
- Kartenherausgeber
SIM
- Mobilfunknummer
elektronischer Personalausweis
- Sperrkennwort
Deshalb solltest du wichtige Daten getrennt vom Geldbeutel aufbewahren.
Karte gestohlen: zusätzlich Polizei
Der Sperr-Notruf empfiehlt bei Diebstahl:
zusätzlich Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
Bei einer gestohlenen girocard kann auch eine sogenannte:
KUNO-Meldung
relevant sein, damit bestimmte Zahlungen per Unterschrift erschwert werden.
116116 ruft dich nicht an
Wichtig:
Der Sperr-Notruf erklärt ausdrücklich:
116116 ruft Verbraucher nicht selbst an.
Wenn dich jemand angeblich von 116116 anruft und verlangt:
- PIN
- TAN
- Kreditkartendaten
ist das ein Betrugswarnsignal.
116116 und 116117 leicht merken
116116
sperren
Karte, SIM, eID.
116117
ärztliche Hilfe
außerhalb normaler Praxiszeiten, nicht lebensbedrohlich.
Ein Ziffernunterschied – völlig andere Aufgabe.
Nora-Notruf-App
Deutschland bietet zusätzlich die offizielle:
nora Notruf-App
der Bundesländer.
gesund.bund.de erklärt:
Über die App kann ein Notruf schriftlich mit der zuständigen Notrufzentrale kommuniziert werden.
Der Standort wird dabei automatisch übermittelt beziehungsweise kann angepasst werden.
Besonders hilfreich
Die App kann eine wichtige Alternative sein für Menschen mit:
- Hörbeeinträchtigung
- Sprachbeeinträchtigung
Die App sollte natürlich vor einem Notfall eingerichtet werden.
Notfall im Studentenwohnheim
Im Wohnheim solltest du zusätzlich kennen:
- Hausmeister
- Wohnheimverwaltung
- technischer Notdienst
Aber:
Bei Lebensgefahr oder Brand nicht erst lange die Verwaltung anrufen.
→ 112
Beispiel Wasserschaden
Kleine Undichtigkeit ohne Gefahr:
- Hausmeister
- Vermieter
- Notdienst des Gebäudes
Großer Wasseraustritt mit:
- elektrischer Gefahr
- Gebäudeschaden
- unmittelbarer Gefährdung
kann eine andere Dringlichkeit haben.
Feuer im Wohnheim
Bei:
- sichtbarem Feuer
- starker Rauchentwicklung
→ 112
Zusätzlich:
- andere Personen warnen
- Gebäude verlassen
- Aufzug nicht benutzen, wenn Brandschutzregeln dies vorgeben
- Fluchtwege nutzen
Nicht versuchen, ein größeres Feuer selbst zu löschen.
Gasgeruch
Das BBK nennt Gasgeruch als möglichen Anlass für 112.
Wenn du Gas vermutest:
- keine offenen Flammen
- keine elektrischen Schalter betätigen, wenn dies gefahrlos vermeidbar ist
- Gebäude verlassen
- von sicherem Ort 112 beziehungsweise zuständigen Gasnotdienst verständigen
Unfall mit Fahrrad
Bei einem kleinen Sturz ohne schwere Verletzung:
nicht automatisch 112.
Bei:
- Bewusstlosigkeit
- starker Blutung
- schwerer Verletzung
- möglicher Lebensgefahr
→ 112
Diebstahl ohne akute Gefahr
Dein Fahrrad ist verschwunden, aber der Täter ist nicht mehr da.
Das ist kein klassischer 110-Notfall.
Dann kannst du:
- Polizeidienststelle
- Onlinewache des Bundeslands
für eine Anzeige nutzen.
Wenn du den Diebstahl gerade beobachtest oder eine akute gefährliche Situation besteht:
→ 110
Laptop oder Smartphone gestohlen
Bei akutem Diebstahl:
→ gegebenenfalls 110
Wenn du den Verlust erst später bemerkst:
- Gerät sperren
- Ortung nutzen
- Polizei anzeigen
- SIM sperren
Studentenausweis verloren
Das ist normalerweise kein Notruf.
Stattdessen:
- Hochschule
- Kartenservice
- Fundbüro
kontaktieren.
Schlüssel verloren
Ebenfalls normalerweise kein 110- oder 112-Fall.
Relevant sind:
- Vermieter
- Hausmeister
- Schlüsseldienst
- Wohnheimverwaltung
Bei akutem Einbruch oder Bedrohung dagegen:
→ 110
Fundbüro
Verlorene Gegenstände ohne Notlage:
- Campus-Fundbüro
- städtisches Fundbüro
- Verkehrsbetrieb
Welche Nummer bei einem medizinischen Problem nachts?
Eine einfache Entscheidung:
Person lebensbedrohlich krank oder schwer verletzt?
→ 112
Kein lebensbedrohlicher Zustand, aber kann nicht bis morgen warten?
→ 116117
Kann bis zur nächsten regulären Sprechzeit warten?
→ Hausarzt/Facharzt regulär kontaktieren.
Was solltest du im Handy speichern?
Mindestens:
- 112
- 110
- 116117
- 116116
Zusätzlich sinnvoll:
- Hausmeister
- Wohnheim-Notdienst
- Bank
- Mobilfunkanbieter
- Hochschul-IT
- Vertrauensperson
Notrufnummern musst du zwar nicht als Kontakt speichern.
Eine Notiz mit weiteren lokalen Kontakten kann aber praktisch sein.
Offline-Notfallkarte
Wenn dein Smartphone:
- leer
- verloren
- kaputt
ist, helfen gespeicherte Nummern dort nicht.
Deshalb kannst du eine kleine Notiz im Geldbeutel haben mit:
- wichtiger Kontaktperson
- Versicherungsdaten
- Wohnheim-Notdienst
Aber:
keine PIN oder TAN notieren.
Der Sperr-Notruf warnt ausdrücklich davor, sensible Sicherheitsdaten zusammen mit Karten aufzubewahren.
Was gehört in einen Notruf?
Für 110 und 112 hilft diese Struktur:
Wo?
genaue Position.
Was?
kurze Situation.
Wer?
Name beziehungsweise Rückrufmöglichkeit.
Wie viele?
betroffene Personen.
Warten
nicht auflegen, bevor die Leitstelle das Gespräch beendet.
Ruhig sprechen
Im Notfall ist Stress normal.
Du musst keinen perfekten Satz formulieren.
Sag zuerst:
wo du bist.
Falls die Verbindung abbricht, kennt die Leitstelle dann zumindest den Ort.
Campus-Adresse vorher kennen
Als Student solltest du besonders an Orten, an denen du häufig bist, ungefähr wissen:
- Straßenname
- Gebäudenummer
- Raumnummer
Das ist in einem Notfall deutlich hilfreicher als:
„Ich bin irgendwo hinter der Bibliothek.“
Notfallnummern nicht missbrauchen
110 und 112 sind für echte Notfälle.
Nicht für:
- allgemeine Fragen
- verlorene Alltagsgegenstände
- normale Arzttermine
- Beschwerden über Lärm ohne akute Gefahr
Missbrauch kann wichtige Leitungen blockieren.
Lärmproblem im Wohnheim
Ein lauter Nachbar ist normalerweise kein 112-Fall.
Vorgehen:
- ruhig ansprechen
- Hausordnung prüfen
- Wohnheimverwaltung/Hausmeister
- bei eskalierender Gefahr Polizei
Im Ausland
Die 112 gilt in der gesamten EU und in weiteren europäischen Ländern.
Das BBK weist darauf hin, dass sie europaweit als Notrufnummer genutzt wird.
Bei Reisen ist sie deshalb besonders praktisch.
116117 aus dem Ausland
116117.de erklärt:
Der Bereitschaftsdienst kann grundsätzlich aus dem Ausland über:
+49 116117
erreicht werden.
Dabei solltest du die Adresse der betroffenen Person in Deutschland nennen.
Ein einfacher Merksatz
112 – Leben und Feuer
110 – Polizei
116117 – Arzt, aber kein Lebensnotfall
116116 – Karten und Zugänge sperren
Damit kannst du die wichtigsten Nummern auseinanderhalten.
Typische Fehler
116117 bei Lebensgefahr
Dann ist 112 richtig.
112 wegen normaler Erkältung
Bei nicht lebensbedrohlicher dringender Erkrankung außerhalb der Sprechzeiten eher 116117.
110 für verlorenen Studentenausweis
Kein Polizeinotfall.
116116 mit 116117 verwechseln
Eine Ziffer entscheidet.
Erst lange im Internet suchen
Bei echter Lebensgefahr sofort 112.
Campusort ungenau beschreiben
Gebäude, Eingang und Etage nennen.
Notruf zu früh beenden
Auf Rückfragen warten.
Checkliste: Notfallnummern für Studierende
- [ ] 112 = Rettungsdienst und Feuerwehr
- [ ] 110 = Polizei
- [ ] 116117 = ärztlicher Bereitschaftsdienst
- [ ] 116116 = Sperr-Notruf
- [ ] Wohnheim-Notdienst gespeichert
- [ ] Hausmeisterkontakt bekannt
- [ ] Bankkontakt griffbereit
- [ ] IMEI/Seriennummern separat gespeichert
- [ ] Campusadresse bekannt
- [ ] nora-App bei Bedarf vorbereitet
- [ ] PIN/TAN niemals auf Notfallkarte notieren
Häufige Fragen zu Notfallnummern in Deutschland
Wann rufe ich 112?
Bei lebensbedrohlichen medizinischen Notfällen, schweren Verletzungen, Feuer, Rauchentwicklung, Explosionen oder anderen akuten Situationen für Rettungsdienst und Feuerwehr.
Wann rufe ich 110?
Bei akuten Polizeinotfällen wie laufender Gewalt, Bedrohung, Einbruch oder einer unmittelbar gefährlichen Straftat.
Was ist der Unterschied zwischen 112 und 116117?
112 ist für Lebensgefahr und schwere Notfälle. 116117 ist für dringende medizinische Probleme außerhalb regulärer Sprechzeiten, die nicht lebensbedrohlich sind.
Was ist 116116?
Der Sperr-Notruf für bestimmte Bankkarten, Online-Banking-Zugänge, SIM-Karten und den elektronischen Personalausweis.
Ist 112 kostenlos?
Ja. Das BBK bestätigt, dass die 112 in Deutschland und europaweit kostenfrei erreichbar ist.
Ist 116117 kostenlos?
Von deutschen Telefonanschlüssen ist der Anruf laut 116117.de kostenfrei.
Kann ich 112 mit dem Handy wählen?
Ja. Das BBK bestätigt, dass 112 auch über Mobiltelefone erreichbar ist.
Was mache ich, wenn ich nicht sicher bin, ob Lebensgefahr besteht?
gesund.bund.de empfiehlt, im Zweifel 112 zu wählen.
Fazit: Vier Nummern reichen für die wichtigsten Situationen
Als Student in Deutschland solltest du vor allem vier Nummern kennen:
- 112: Rettungsdienst und Feuerwehr.
- 110: Polizei.
- 116117: dringende ärztliche Hilfe ohne Lebensgefahr.
- 116116: Karten, SIM und bestimmte elektronische Zugänge sperren.
Im Ernstfall musst du nicht jedes Detail wissen. Entscheidend ist, die Situation grob richtig einzuordnen und den Ort möglichst genau zu nennen.
Für Campus und Studentenwohnheim lohnt es sich zusätzlich, lokale Kontakte wie Hausmeister, Wohnheim-Notdienst und Hochschul-IT einmal abzuspeichern. Dann musst du sie nicht erst suchen, wenn wirklich etwas passiert.
Quellen
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – Europäischer Tag des Notrufs 112, 11.02.2026
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – Erste Hilfe und Notruf
- gesund.bund.de – Nummern für den Notfall
- gesund.bund.de – Notruf und Notaufnahme, Stand 23.04.2026
- 116117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst
- 116117 – Häufige Fragen
- Polizeiliche Kriminalprävention – Kontakt / Notfallhinweis 110 und 112
- Sperr-Notruf – Bankkarte und andere Medien sperren
- Sperr-Notruf – Häufige Fragen
- Sperr-Notruf – Startseite
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