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Hausarzt finden als Student in Deutschland: So gehst du vor
Hausarzt finden als Student in Deutschland: 116117-Arztsuche, Gesundheitskarte, Termin, freie Arztwahl, Hausarztmodell und Bereitschaftsdienst erklärt.

Du bist für dein Studium in eine neue Stadt gezogen und brauchst plötzlich einen Arzt. Vielleicht hast du:
- Fieber
- Rückenschmerzen
- eine hartnäckige Erkältung
- Fragen zu Medikamenten
- eine Bescheinigung
- einen Impfbedarf
Dann ist es hilfreich, bereits zu wissen, welche Hausarztpraxis du kontaktieren kannst.
In Deutschland ist die Hausarztpraxis für viele gesundheitliche Probleme die erste Anlaufstelle. Hausärztinnen und Hausärzte behandeln allgemeine Beschwerden, kennen im Idealfall deine Krankengeschichte und können dich bei Bedarf an Fachärztinnen oder Fachärzte weiterverweisen.
Für gesetzlich Versicherte gilt grundsätzlich freie Arztwahl. Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass du grundsätzlich eine Ärztin oder einen Arzt wählen kannst, die beziehungsweise der an der vertragsärztlichen Versorgung teilnimmt.
Eine praktische bundesweite Suchmöglichkeit bietet der Patientenservice:
116117.
Über die dortige Arzt- und Psychotherapeutensuche kannst du nach:
- Ort
- Postleitzahl
- Fachrichtung
- teilweise Sprachkenntnissen
filtern.
Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du als Student einen Hausarzt findest, wie du einen Termin vereinbarst, welche Unterlagen du mitnimmst und wann 116117 oder 112 die bessere Anlaufstelle ist.
Brauchst du überhaupt einen festen Hausarzt?
Du bist nicht verpflichtet, für jeden normalen Arztbesuch dauerhaft dieselbe Hausarztpraxis zu nutzen.
Für viele Studierende ist eine feste Praxis trotzdem praktisch.
Vorteile:
- deine Krankengeschichte ist bekannt
- Medikamente können besser eingeordnet werden
- Befunde liegen an einem Ort
- Facharztüberweisungen lassen sich koordinieren
- Vorsorge und Impfungen werden leichter planbar
Besonders wenn du mehrere Jahre in derselben Studienstadt bleibst, lohnt es sich, eine passende Praxis in der Nähe zu suchen.
1. Hausarzt über 116117 finden
Der Patientenservice 116117 bietet eine bundesweite:
Arzt- und Psychotherapeutensuche.
Du kannst dort nach Hausarztpraxen in deiner Umgebung suchen.
Praktische Filter können sein:
- Postleitzahl
- Ort
- Fachgebiet
- Sprachkenntnisse
- Barrierefreiheit
Die Suchdaten stammen aus den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen beziehungsweise dem Bundesarztregister.
Suche nach „Hausarzt“
Je nach System kann die Fachrichtung beispielsweise heißen:
- Hausarzt
- Allgemeinmedizin
- Innere Medizin und Hausarztversorgung
Wenn du nur allgemeine medizinische Versorgung brauchst, sind diese Praxen typische Anlaufstellen.
Entfernung realistisch wählen
Eine Praxis fünf Kilometer entfernt kann auf der Karte nah aussehen.
Im Alltag entscheidend sind:
- Fußweg
- Fahrradweg
- Busverbindung
- Öffnungszeiten
Wenn du krank bist, möchtest du wahrscheinlich nicht 45 Minuten durch die Stadt fahren.
Eine Praxis:
- nahe Wohnung
- nahe Campus
- oder gut auf deiner Pendelstrecke
ist oft praktischer.
2. Google-Suche nur als Ergänzung nutzen
Suchmaschinen und Karten können hilfreich sein für:
- Öffnungszeiten
- Entfernung
- Website
Aber:
Die 116117-Arztsuche ist für die Suche nach vertragsärztlichen Praxen die bessere offizielle Ausgangsbasis.
Bewertungen solltest du ebenfalls vorsichtig interpretieren.
Eine einzelne schlechte Bewertung sagt wenig über:
- medizinische Qualität
- Erreichbarkeit
- Organisation
aus.
Worauf du stattdessen achten kannst
- nimmt die Praxis neue Patienten auf?
- wie schnell bekommst du einen Termin?
- passt die Lage?
- sind Öffnungszeiten kompatibel mit deinem Stundenplan?
- spricht das Team eine Sprache, in der du dich sicher ausdrücken kannst?
3. Praxis anrufen oder online Termin buchen
Viele Praxen bieten inzwischen:
- Telefon
- Online-Terminbuchung
- Kontaktformular
an.
Wenn du noch nie dort warst:
Sag direkt:
„Ich bin neu in der Stadt und suche eine Hausarztpraxis. Nehmen Sie neue Patientinnen und Patienten auf?“
So weiß die Rezeption sofort, worum es geht.
Beschwerden kurz nennen
Wenn du akut krank bist:
Nicht nur sagen:
„Ich brauche einen Termin.“
Besser:
„Ich habe seit gestern hohes Fieber und starke Halsschmerzen.“
Die Praxis kann dann besser einschätzen, wie dringend der Termin ist.
Keine komplette Diagnose am Telefon
Die Rezeption braucht meist keine lange Krankengeschichte.
Kurze Angaben reichen:
- Hauptbeschwerde
- Dauer
- besondere Dringlichkeit
4. Sprechstunden und Akuttermine unterscheiden
Viele Hausarztpraxen haben unterschiedliche Zeitfenster.
Zum Beispiel:
- normale Terminsprechstunde
- Akutsprechstunde
- Infektsprechstunde
Wenn du kurzfristig krank bist:
frage ausdrücklich nach einem:
Akuttermin.
Infektsprechstunde
Bei:
- Husten
- Fieber
- Erkältung
können Praxen besondere Zeitfenster anbieten, um andere Patienten zu schützen.
Halte dich an die Praxisanweisung.
5. Terminservice der 116117
Für gesetzlich Versicherte bietet 116117 zusätzlich einen:
Terminservice
für Arzt- und Psychotherapietermine.
Du kannst Termine:
- online
- telefonisch über 116117
suchen beziehungsweise vermitteln lassen.
Je nach Fachgebiet und Terminart kann ein:
Vermittlungscode
erforderlich sein.
Bei Hausärzten und bestimmten anderen Bereichen gelten teilweise andere Zugangsregeln.
Arztsuche und Terminservice sind nicht dasselbe
Arztsuche
zeigt Praxen.
Terminservice
hilft bei der Vermittlung eines konkreten Termins.
Wenn du nur eine Praxis in der Nähe suchst:
Arztsuche reicht häufig.
6. Freie Arztwahl
Das Bundesgesundheitsministerium bestätigt:
Gesetzlich Versicherte haben grundsätzlich freie Arztwahl unter den zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassenen Ärztinnen und Ärzten.
Das bedeutet:
Du bist normalerweise nicht automatisch an die Praxis deiner Eltern oder deines früheren Wohnorts gebunden.
Nach einem Umzug kannst du dir in deiner Studienstadt eine neue Praxis suchen.
Aber nicht ständig wechseln
Das BMG weist auch darauf hin, dass Versicherte innerhalb eines Kalendervierteljahres die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt nur bei wichtigem Grund wechseln sollen.
Für deinen Alltag heißt das:
Eine Praxis bewusst wählen und nicht bei jedem Termin zufällig eine andere suchen.
7. Ausnahme: Hausarztzentrierte Versorgung
Manche gesetzlich Versicherte nehmen freiwillig an einer:
hausarztzentrierten Versorgung
teil.
Dabei verpflichtest du dich gegenüber deiner Krankenkasse, grundsätzlich zuerst deine gewählte Hausarztpraxis aufzusuchen.
Facharztbehandlungen erfolgen dann in vielen Fällen auf Überweisung.
Ausnahmen gelten unter anderem für:
- Augenheilkunde
- Frauenheilkunde
Weitere Ausnahmen können im jeweiligen Krankenkassenvertrag stehen.
Teilnahme ist freiwillig
Das Bundesgesundheitsministerium stellt klar:
Die Teilnahme an der hausarztzentrierten Versorgung ist freiwillig.
Wenn du einen solchen Tarif abgeschlossen hast:
prüfe vor einem Praxiswechsel die Bedingungen deiner Krankenkasse.
8. Nach Umzug Hausarztmodell prüfen
Wenn du bisher in deiner Heimatstadt an einem Hausarztprogramm teilgenommen hast und für das Studium weit wegziehst:
nicht einfach davon ausgehen, dass jede neue Praxis dazugehört.
Kontaktiere deine Krankenkasse.
Frage:
- Kann ich den Hausarzt wechseln?
- Welche Praxis nimmt am Programm teil?
- Welche Frist gilt?
Das verhindert Abrechnungsprobleme.
9. Elektronische Gesundheitskarte mitnehmen
Gesetzlich Versicherte erhalten eine:
elektronische Gesundheitskarte – eGK.
gesund.bund.de erklärt:
Mit dieser Karte kannst du Leistungen bei:
- Vertragsärzten
- Zahnärzten
- Psychotherapeuten
- Krankenhäusern
in Anspruch nehmen.
In einer Arztpraxis wird die Karte in der Regel beim ersten Termin im Quartal eingelesen.
Deshalb immer einpacken
Vor dem Arzttermin:
- eGK
- Ausweis, falls benötigt
- relevante Unterlagen
mitnehmen.
GesundheitsID als digitale Ergänzung
Seit 2026 kann die freiwillige:
GesundheitsID
zunehmend auch als digitaler Versicherungsnachweis genutzt werden.
Die eGK bleibt für viele Studierende trotzdem der einfachste Standard.
10. Was solltest du zum ersten Termin mitbringen?
Sinnvoll können sein:
- elektronische Gesundheitskarte
- Medikamentenliste
- Allergieinformationen
- relevante Arztbriefe
- Impfpass
- Vorbefunde
Du musst nicht deine komplette medizinische Vergangenheit in Papierform mitbringen.
Nur relevante Informationen.
Medikamentenliste
Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst:
notiere:
- Name
- Dosierung
- Einnahmehäufigkeit
Das hilft der neuen Praxis.
11. Beschwerden vorher notieren
gesund.bund.de empfiehlt, sich auf einen Arztbesuch vorzubereiten.
Gerade bei mehreren Fragen:
kurze Notiz erstellen.
Zum Beispiel:
- seit wann Beschwerden?
- was verschlechtert sie?
- Fieber?
- Medikamente eingenommen?
- welche Fragen habe ich?
Im Termin vergisst man unter Stress sonst leicht etwas.
12. Sprachkenntnisse berücksichtigen
Die 116117-Arztsuche kann Angaben zu Sprachkenntnissen enthalten.
Das ist besonders hilfreich für internationale Studierende.
Suche beispielsweise nach Praxen mit:
- Englisch
- Türkisch
- Arabisch
- Französisch
wenn dir medizinische Gespräche auf Deutsch schwerfallen.
Angaben vorher bestätigen
Die 116117 weist darauf hin, dass bestimmte Praxisinformationen von den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen beziehungsweise Praxen stammen und nicht jede Detailangabe jederzeit vollständig aktuell sein muss.
Deshalb bei wichtigen Sprachbedürfnissen:
vorher anrufen.
13. Arztbrief oder Befunde aus alter Stadt
Wenn du bereits bei anderen Ärzten behandelt wurdest:
kann die neue Praxis relevante Unterlagen benötigen.
Du kannst beispielsweise:
- Arztbrief mitbringen
- Befundkopien anfordern
Bei chronischen oder länger behandelten Erkrankungen ist das besonders hilfreich.
14. Elektronische Patientenakte
Wenn du eine elektronische Patientenakte nutzt, können dort relevante medizinische Dokumente verfügbar sein.
gesund.bund.de erklärt, dass Ärztinnen und Ärzte bei entsprechendem Zugriff Dokumente in der ePA einsehen können.
Beim Einlesen der eGK kann für die Praxis ein zeitlich begrenzter Zugriff auf die ePA ermöglicht werden, sofern du dem nicht widersprochen beziehungsweise entsprechende Einstellungen vorgenommen hast.
Die konkrete Nutzung hängt von deinen Einstellungen und der technischen Umsetzung ab.
15. Brauche ich für Fachärzte immer eine Überweisung?
Nicht grundsätzlich.
In Deutschland können gesetzlich Versicherte viele Fachärzte direkt aufsuchen.
Ausnahmen bestehen:
- bei bestimmten überweisungsgebundenen Fachgebieten
- wenn du an hausarztzentrierter Versorgung teilnimmst
- wenn eine konkrete Behandlung eine Überweisung erfordert
Wenn du unsicher bist:
Facharztpraxis vorher fragen.
16. Hausarzt als erste Koordinationsstelle
Auch wenn keine Überweisung zwingend nötig ist, kann der Hausarzt helfen zu entscheiden:
- welcher Facharzt passt?
- wie dringend ist es?
- welche Voruntersuchung ist nötig?
Das kann unnötige Termine vermeiden.
17. Was tun, wenn keine Praxis neue Patienten aufnimmt?
Das kommt besonders in stark ausgelasteten Städten vor.
Vorgehen:
- mehrere Praxen in realistischer Entfernung anrufen
- 116117-Arztsuche nutzen
- Terminservice prüfen
- Krankenkasse nach Unterstützung fragen
Nicht nur eine Praxis probieren
Wenn die erste sagt:
„Wir nehmen derzeit niemanden auf“
bedeutet das nicht, dass es in der ganzen Stadt keine Möglichkeit gibt.
18. Krankenkasse kann bei der Suche helfen
Viele Krankenkassen bieten:
- Arztsuche
- Terminunterstützung
- Servicetelefon
an.
Wenn du trotz mehrerer Versuche keine Praxis findest:
frag deine Krankenkasse.
19. Akut krank, aber noch kein Hausarzt
Du brauchst keinen langfristig registrierten Hausarzt, bevor du medizinische Hilfe bekommen kannst.
Wenn du akut Beschwerden hast:
kontaktiere eine Hausarztpraxis und erkläre:
- du bist neu in der Stadt
- du bist akut krank
Wenn Praxen geschlossen sind:
→ 116117
20. 116117 außerhalb der Sprechzeiten
Der ärztliche Bereitschaftsdienst hilft, wenn:
- Praxen geschlossen sind
- Beschwerden nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten können
- keine Lebensgefahr besteht
Die Nummer ist:
116117
bundesweit ohne Vorwahl erreichbar.
Der Anruf ist von deutschen Anschlüssen kostenfrei.
Der Bereitschaftsdienst ist für gesetzlich und privat Versicherte zugänglich.
21. 112 bei Lebensgefahr
Bei:
- schwerer Atemnot
- Bewusstlosigkeit
- schweren Verletzungen
- Verdacht auf Herzinfarkt
- Verdacht auf Schlaganfall
→ 112
Nicht erst Hausarzt oder 116117 suchen.
22. Hausarzt versus Notaufnahme
Die Notaufnahme ist nicht die normale Ersatzsprechstunde für eine Hausarztpraxis.
Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden:
- Hausarzt
- Bereitschaftspraxis
- 116117
nutzen.
So landen echte Notfälle schneller dort, wo sie behandelt werden müssen.
23. Hausarzt während Semesterferien
Wenn du mehrere Wochen bei deinen Eltern bist:
kannst du bei Bedarf grundsätzlich auch dort ärztliche Versorgung nutzen, sofern keine besondere Bindung durch einen Wahltarif besteht.
Bei laufender Behandlung ist es aber sinnvoll, relevante Unterlagen dabeizuhaben.
24. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beim Nebenjob
Wenn du neben dem Studium arbeitest und krank bist:
informiere deinen Arbeitgeber nach den dort geltenden Regeln.
Die Arztpraxis kann medizinisch beurteilen, ob eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt.
Bei Studierenden kann zusätzlich relevant sein:
- Prüfung
- Praktikum
- Nebenjob
Die Anforderungen sind nicht identisch.
25. Attest für die Hochschule
Eine normale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist nicht automatisch derselbe Nachweis wie ein Prüfungsattest.
Prüfungsordnungen können eigene Anforderungen festlegen.
Deshalb:
Prüfungsamt beziehungsweise Hochschule prüfen.
26. Impfungen beim Hausarzt
Hausarztpraxen können häufig auch:
- Impfstatus prüfen
- Impfungen durchführen
Wenn du neu in der Praxis bist:
Impfpass mitbringen.
Das ist besonders sinnvoll, wenn du für:
- Praktikum
- Auslandssemester
- Reise
deinen Impfstatus überprüfen möchtest.
27. E-Rezept
Viele verschreibungspflichtige Medikamente werden heute über das:
E-Rezept
verordnet.
Die elektronische Gesundheitskarte kann in der Apotheke genutzt werden, um ein E-Rezept einzulösen.
Wenn du ein Rezept außerhalb der normalen Öffnungszeiten einlösen musst, findest du im Ratgeber zum Apotheken-Notdienst für Studierende weitere Hinweise.
28. Praxisöffnungszeiten speichern
Wenn du eine passende Praxis gefunden hast:
speichere:
- Telefonnummer
- Website
- Adresse
- Akutsprechzeiten
im Handy.
Dann musst du bei Krankheit nicht erst neu suchen.
29. Bewertungen nicht mit medizinischer Beratung verwechseln
Onlinebewertungen können Hinweise geben auf:
- Wartezeit
- Erreichbarkeit
- Praxisorganisation
Aber medizinische Qualität lässt sich daraus nur begrenzt ableiten.
Wichtiger ist, ob du:
- ernst genommen wirst
- Fragen stellen kannst
- Informationen verständlich bekommst
- einen praktikablen Zugang zur Praxis hast
30. Praxis wechseln, wenn es nicht passt
Wenn die Kommunikation dauerhaft nicht funktioniert oder du dich nicht gut betreut fühlst:
kann ein Praxiswechsel möglich sein.
Beachte dabei:
- Hausarztprogramm
- laufende Behandlungen
- Unterlagenübertragung
und bei gesetzlich Versicherten die grundsätzliche Regel zum Arztwechsel innerhalb eines Quartals.
Ein einfacher Suchplan für die neue Studienstadt
Schritt 1
116117-Arztsuche öffnen.
Schritt 2
Postleitzahl eingeben.
Schritt 3
Hausarzt/Allgemeinmedizin auswählen.
Schritt 4
3–5 Praxen in guter Entfernung notieren.
Schritt 5
Website und Sprechzeiten prüfen.
Schritt 6
Anrufen:
„Nehmen Sie neue Patienten auf?“
Schritt 7
Bei Zusage:
Kontaktdaten speichern.
So hast du eine Anlaufstelle, bevor du sie dringend brauchst.
Typische Fehler
Erst bei hohem Fieber einen Hausarzt suchen
Besser vorher eine Praxis kennen.
Nur die nächstgelegene Praxis anrufen
Mehrere Optionen prüfen.
eGK vergessen
Verzögert möglicherweise die Anmeldung.
Hausarztprogramm nicht beachten
Kann bei gebundener Versorgung Probleme verursachen.
116117 mit 112 verwechseln
Lebensgefahr = 112.
Notaufnahme als normale Sprechstunde nutzen
Bei nicht lebensbedrohlicher Situation Hausarzt beziehungsweise 116117 wählen.
Alte Befunde nicht erwähnen
Kann wichtige medizinische Informationen fehlen lassen.
Checkliste: Hausarzt finden als Student
- [ ] 116117-Arztsuche genutzt
- [ ] Entfernung zur Wohnung/Campus geprüft
- [ ] Öffnungszeiten verglichen
- [ ] neue Patienten telefonisch bestätigt
- [ ] Sprachbedarf geprüft
- [ ] eGK bereithalten
- [ ] Medikamentenliste vorbereitet
- [ ] wichtige Befunde mitnehmen
- [ ] Hausarztmodell bei Krankenkasse geprüft
- [ ] Telefonnummer gespeichert
- [ ] 116117 für Bereitschaftsdienst kennen
- [ ] 112 für Lebensgefahr kennen
Häufige Fragen zum Hausarzt für Studierende
Muss ich in Deutschland einen festen Hausarzt haben?
Nein. Ein fester Hausarzt ist grundsätzlich nicht verpflichtend. Eine regelmäßige Praxis kann aber die medizinische Betreuung und Koordination erleichtern.
Wie finde ich einen Hausarzt in meiner Nähe?
Über die Arzt- und Psychotherapeutensuche der 116117 kannst du nach Ort, Postleitzahl und Fachrichtung suchen.
Kann ich meinen Hausarzt nach einem Umzug wechseln?
Grundsätzlich ja. Gesetzlich Versicherte haben freie Arztwahl innerhalb der vertragsärztlichen Versorgung. Bei Teilnahme an einer hausarztzentrierten Versorgung gelten zusätzliche Regeln.
Muss ich vorher anrufen?
Das ist sehr sinnvoll. Nicht jede Praxis nimmt laufend neue Patienten auf, und Akutsprechstunden können besondere Zeiten haben.
Was muss ich zum ersten Termin mitnehmen?
Für gesetzlich Versicherte insbesondere die elektronische Gesundheitskarte. Zusätzlich können Medikamentenliste, Impfpass und relevante Befunde hilfreich sein.
Was mache ich, wenn ich keinen Hausarzt habe und nachts krank werde?
Wenn die Beschwerden dringend, aber nicht lebensbedrohlich sind, kannst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 nutzen.
Wann muss ich 112 anrufen?
Bei lebensbedrohlichen Situationen und schweren medizinischen Notfällen.
Brauche ich für jeden Facharzt eine Überweisung?
Nein. Viele Fachärzte können direkt aufgesucht werden. Bei bestimmten Fachgebieten, Hausarztprogrammen oder konkreten Behandlungen kann eine Überweisung erforderlich sein.
Fazit: Such dir eine Hausarztpraxis, bevor du sie dringend brauchst
Ein Hausarzt gehört zu den Dingen, die man in einer neuen Studienstadt leicht aufschiebt.
Praktischer ist:
- 116117-Arztsuche nutzen.
- mehrere Praxen in guter Entfernung vergleichen.
- telefonisch fragen, ob neue Patienten aufgenommen werden.
- Gesundheitskarte und wichtige Unterlagen bereithalten.
- Hausarztmodell der Krankenkasse prüfen, falls du daran teilnimmst.
- 116117 und 112 auseinanderhalten.
Wenn du die Kontaktdaten einer passenden Praxis einmal gespeichert hast, bist du bei der nächsten Erkältung, Verletzung oder medizinischen Frage deutlich besser organisiert.
Quellen
- 116117 – Patientenservice und Arztsuche
- 116117 – Arzt- und Psychotherapeutensuche
- 116117 – Leistungen des Patientenservice
- 116117 – Häufige Fragen
- 116117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst
- Bundesministerium für Gesundheit – Hausarztsystem, Stand 17.03.2026
- Bundesministerium für Gesundheit – Freie Arztwahl
- gesund.bund.de – Die elektronische Gesundheitskarte
- gesund.bund.de – Arztbesuch vorbereiten
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