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Ausbildungsvergütung 2026: Wie viel Geld bekommst du?
Ausbildungsvergütung 2026: 724 Euro Mindestvergütung, Tarifvertrag, Brutto-Netto und praktische Budgetplanung verständlich erklärt.

Für eine duale Berufsausbildung, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2026 beginnt, gelten grundsätzlich diese monatlichen Mindestvergütungen: 724 Euro brutto im ersten, 854 Euro im zweiten, 977 Euro im dritten und 1.014 Euro im vierten Ausbildungsjahr.
Diese Werte sind eine gesetzliche Untergrenze für den jeweiligen Ausbildungsbeginn, keine allgemeine Gehaltstabelle und kein Nettobetrag. Tarifverträge können höhere oder unter den gesetzlichen Mindestwerten liegende Ausbildungsvergütungen vorsehen; entscheidend ist, welcher Tarifbereich und welche Ausbildungsform für deinen Vertrag gelten.
Bei schulischen Ausbildungen greift dieses duale Mindestvergütungssystem nicht automatisch. Dort gelten die Regeln der Schule oder des Ausbildungsträgers; in manchen Gesundheitsberufen gibt es eigene Vergütungsmodelle.
Kurz gesagt: Die 724 Euro beziehen sich auf das erste Ausbildungsjahr bei einem Ausbildungsstart 2026. Für eine verlässliche Einschätzung musst du zusätzlich Tarifvertrag, Ausbildungsform, Ausbildungsjahr und den späteren Nettobetrag prüfen.
Was ist die Ausbildungsvergütung?
Die Ausbildungsvergütung ist die monatliche Zahlung, die du während einer vergüteten Berufsausbildung vom Ausbildungsbetrieb erhältst. Umgangssprachlich wird sie oft Ausbildungsgehalt oder Azubi-Gehalt genannt.
Bei einer dualen Berufsausbildung ist die Vergütung Teil des Ausbildungsverhältnisses. Der Betrieb zahlt sie nicht nur für produktive Arbeit, sondern trägt auch Verantwortung dafür, dir die für das Ausbildungsziel notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln.
Ist die Ausbildungsvergütung ein normales Gehalt?
Sie ist eine Vergütung in einem besonderen Vertragsverhältnis. Du arbeitest im Betrieb, gleichzeitig steht deine systematische Ausbildung im Mittelpunkt. Deshalb solltest du den Betrag nicht wie ein späteres Fachkraftgehalt bewerten, sondern zusammen mit Lernqualität, Arbeitszeit, Urlaub und Entwicklungsmöglichkeiten betrachten.
Wie hoch ist die Mindestausbildungsvergütung 2026?
Für duale Ausbildungen mit Beginn im Kalenderjahr 2026 gelten monatlich mindestens:
- 724 Euro brutto im 1. Ausbildungsjahr
- 854 Euro brutto im 2. Ausbildungsjahr
- 977 Euro brutto im 3. Ausbildungsjahr
- 1.014 Euro brutto im 4. Ausbildungsjahr.
Die Werte gelten für Ausbildungsverhältnisse, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2026 beginnen. Bei einem späteren Ausbildungsbeginn gelten die dann veröffentlichten Werte für das jeweilige Startjahr.
Warum steht beim zweiten Ausbildungsjahr schon 854 Euro?
Die Mindestvergütung steigt mit dem Ausbildungsfortschritt. Für einen Ausbildungsstart 2026 wird der Betrag des ersten Jahres gesetzlich um feste Prozentsätze für das zweite, dritte und vierte Jahr erhöht. Deshalb steigt die Vergütung innerhalb desselben Ausbildungsverhältnisses an.
Bekomme ich ab Januar 2027 automatisch den Mindestbetrag für Ausbildungsstarts 2027?
Nicht automatisch für jedes bereits laufende Ausbildungsverhältnis. Die gesetzliche Mindestvergütung wird nach dem Kalenderjahr des Ausbildungsbeginns bestimmt. Die Werte für das Folgejahr werden nach dem gesetzlichen Anpassungsmechanismus spätestens bis zum 1. November des Vorjahres bekanntgegeben. Prüfe deshalb für einen Start 2027 die dann offiziell veröffentlichten Beträge und deinen Tarifvertrag.
Warum gibt es jedes Jahr neue Mindestwerte?
Seit 2024 wird die Höhe der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung jährlich fortgeschrieben.
Dadurch können sich die Ausgangswerte für neu beginnende Ausbildungsverhältnisse von Jahr zu Jahr verändern.
Deshalb solltest du bei der Recherche immer prüfen:
In welchem Jahr beginnt die Ausbildung?
Gilt die Mindestvergütung für jede Ausbildung?
Nein. Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung gilt im beschriebenen Rahmen für duale Berufsausbildungen nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung. Schulische Ausbildungen und andere Bildungswege werden nicht automatisch nach denselben Regeln vergütet.
Dual und schulisch nicht verwechseln
Bei der dualen Ausbildung lernst du im Betrieb und in der Berufsschule. Der Ausbildungsbetrieb zahlt normalerweise eine Vergütung. Bei der schulischen Ausbildung findet der Unterricht überwiegend an einer Schule oder einem Bildungsträger statt; häufig wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt, wobei einzelne Fachrichtungen und Träger andere Regelungen haben.
Was ist mit Gesundheitsberufen?
Für verschiedene Gesundheits- und Pflegeausbildungen gelten eigene gesetzliche beziehungsweise tarifliche Rahmenbedingungen.
Manche davon sind vergütet, folgen aber nicht einfach der allgemeinen BBiG-Mindestvergütung.
Prüfe deshalb immer den konkreten Ausbildungsberuf.
Tarifvertrag kann entscheidend sein
Ein Tarifvertrag kann die Ausbildungsvergütung, Arbeitszeit, Urlaub und Sonderzahlungen regeln. Deshalb kann ein tarifliches Angebot deutlich über der gesetzlichen Untergrenze liegen. Bei tarifgebundenen Betrieben oder einer tariflichen Bezugnahme musst du prüfen, welcher Tarifvertrag genau gilt.
Frage bei einer Zusage nach dem Tarifbereich und vergleiche die Beträge für alle Ausbildungsjahre. Ein Betrag in einer allgemeinen Suchmaschine ist keine verlässliche Aussage für deinen konkreten Vertrag.
Kann ein Tariflohn unter der Mindestvergütung liegen?
Unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen kann eine tarifvertraglich festgelegte Ausbildungsvergütung auch dann als angemessen gelten, wenn sie unter der allgemeinen Mindestausbildungsvergütung liegt.
Die Mindestvergütung darf deshalb nicht isoliert betrachtet werden.
Entscheidend ist, welche Regelungen auf dein konkretes Ausbildungsverhältnis Anwendung finden.
Was passiert ohne Tarifvertrag?
Auch wenn kein Tarifvertrag gilt, darf die Ausbildungsvergütung nicht beliebig niedrig festgesetzt werden.
Neben der gesetzlichen Mindestvergütung gelten Regeln zur Angemessenheit der Vergütung.
Bei nicht tarifgebundenen Betrieben kann auch die einschlägige tarifliche Vergütung der Branche für die Beurteilung eine wichtige Rolle spielen.
Mindestvergütung ist nicht automatisch angemessene Vergütung
Ein häufiger Denkfehler lautet:
„Solange der Betrieb mindestens 724 Euro zahlt, ist 2026 alles automatisch in Ordnung."
So einfach ist es nicht.
Die gesetzliche Mindestvergütung ist eine Untergrenze für die erfassten Fälle.
Daneben muss die Ausbildungsvergütung angemessen sein.
Wenn in einer Branche deutlich höhere einschlägige Tarifvergütungen üblich sind, kann das bei der Beurteilung relevant werden.
Wie viel verdient man wirklich in der Ausbildung?
Eine einzelne Zahl gibt es nicht. Die tatsächliche Bruttovergütung hängt unter anderem von Ausbildungsberuf, Branche, Tarifvertrag, Unternehmen, Region, Ausbildungsjahr und Ausbildungsform ab.
Vergleiche deshalb konkrete Angebote und notiere die Vergütung je Ausbildungsjahr. Erst danach kannst du den Bruttobetrag mit Netto, Fahrtkosten, Wohnkosten und Zusatzleistungen in Beziehung setzen.
Warum unterscheiden sich Ausbildungsgehälter so stark?
Einige Branchen haben traditionell relativ hohe tarifliche Ausbildungsvergütungen.
Andere zahlen weniger.
Auch die wirtschaftliche Struktur des Arbeitgebers spielt eine Rolle.
Mögliche Unterschiede entstehen beispielsweise zwischen:
- Industrie
- Handwerk
- öffentlichem Dienst
- Handel
- Logistik
- Gastronomie
- Banken und Versicherungen
- Gesundheitsbereich.
Für einen konkreten Berufsvergleich solltest du deshalb immer den jeweiligen Ausbildungsberuf betrachten.
Ausbildungsvergütung nach Beruf
Eine pauschale Aussage wie:
„IT-Ausbildung = 1.200 Euro"
ist zu ungenau.
Selbst beim gleichen Ausbildungsberuf kann die Vergütung unterschiedlich ausfallen.
Beispiel:
Ein Fachinformatiker kann ausgebildet werden bei:
- kleinem IT-Dienstleister
- Industriekonzern
- Versicherung
- öffentlichem Arbeitgeber.
Die Vergütung kann dadurch unterschiedlich sein.
Ausbildungsvergütung nach Branche
Die Branche kann teilweise stärker auf die Vergütung wirken als der Berufsname.
Beispiel:
Kaufmännische Ausbildungen gibt es in sehr unterschiedlichen Branchen.
Ein kaufmännischer Azubi in einem tarifgebundenen Industriebetrieb kann andere Konditionen haben als ein Azubi mit einem verwandten Berufsprofil in einem kleinen Dienstleistungsunternehmen.
Ausbildungsvergütung nach Region
Auch regionale Unterschiede können vorkommen.
Dabei solltest du aber nicht nur das Bruttogehalt vergleichen.
Ein höherer Ausbildungslohn in einer teuren Großstadt kann durch:
- höhere Miete
- höhere Fahrtkosten
- höhere Lebenshaltungskosten
teilweise relativiert werden.
Ausbildungsvergütung nach Unternehmensgröße
Große Unternehmen zahlen nicht automatisch immer mehr.
Sie sind aber häufiger:
- tarifgebunden,
- strukturiert,
- mit zusätzlichen Leistungen ausgestattet.
Kleine Betriebe können ebenfalls attraktive Vergütungen anbieten.
Vergleiche deshalb konkrete Angebote statt nur Unternehmensgrößen.
Steigt die Ausbildungsvergütung jedes Jahr?
Bei einer Berufsausbildung nach dem BBiG muss die Vergütung mit fortschreitender Berufsausbildung mindestens jährlich ansteigen.
Deshalb sollte dein Ausbildungsvertrag die Vergütung für die einzelnen Ausbildungsjahre ausweisen.
Prüfe diese Werte vor der Unterschrift.
Beispiel für einen Ausbildungsvertrag
Eine Vergütungstabelle könnte so aussehen:
Ausbildungsjahr Beispiel laut Vertrag 1\. Jahr 1.050 € 2\. Jahr 1.150 € 3\. Jahr 1.250 €
Diese Beträge sind nur ein Rechenbeispiel und keine Empfehlung oder allgemeine Branchenangabe.
Für dich zählen ausschließlich die Werte deines tatsächlichen Vertrags beziehungsweise des anwendbaren Tarifvertrags.
Brutto oder netto: Was bekommst du aufs Konto?
In Stellenanzeigen und Verträgen wird die Ausbildungsvergütung normalerweise als Bruttobetrag genannt. Auf deinem Konto landet weniger, weil insbesondere Sozialversicherungsbeiträge und je nach persönlicher Situation weitere Abzüge berücksichtigt werden.
Wie hoch dein Netto ausfällt, hängt unter anderem von Steuermerkmalen, Versicherung und Vergütungshöhe ab. Nutze für eine genaue Planung einen aktuellen Rechner und rechne nicht mit einer pauschalen Nettoquote.
Welche Sozialversicherungen betreffen Azubis?
Bei einer regulären betrieblichen Ausbildung sind grundsätzlich Bereiche der Sozialversicherung relevant, darunter:
- Krankenversicherung
- Pflegeversicherung
- Rentenversicherung
- Arbeitslosenversicherung.
Die genaue Höhe deiner Abzüge hängt von deiner persönlichen und versicherungsrechtlichen Situation ab.
Warum kann man netto nicht pauschal berechnen?
Zwei Azubis mit gleichem Bruttogehalt können unterschiedliche Nettobeträge erhalten.
Relevant können beispielsweise sein:
- Krankenkasse
- Alter
- steuerliche Merkmale
- Kinder
- weitere individuelle Faktoren.
Deshalb ist eine allgemeine Tabelle „1.000 Euro brutto = exakt X Euro netto" nur eingeschränkt sinnvoll.
Beispiel: Netto richtig planen
Angenommen, dein Vertrag nennt:
1.100 Euro brutto
Plane deine Miete nicht sofort mit 1.100 Euro verfügbarem Einkommen.
Warte auf eine realistische Netto-Berechnung beziehungsweise deine tatsächliche Abrechnung.
Muss ein Azubi Lohnsteuer zahlen?
Ob tatsächlich Lohnsteuer anfällt, hängt vom steuerpflichtigen Einkommen und den individuellen steuerlichen Merkmalen ab.
Bei niedrigeren Ausbildungsvergütungen kann die Lohnsteuer gering oder null sein.
Sozialversicherungsbeiträge sind davon zu unterscheiden.
Was steht auf der Gehaltsabrechnung?
Deine monatliche Abrechnung kann unter anderem enthalten:
- Bruttovergütung
- Sozialversicherungsabzüge
- gegebenenfalls Lohnsteuer
- sonstige Abzüge oder Zuschläge
- Nettoauszahlungsbetrag.
Prüfe deine Abrechnung regelmäßig.
Was tun, wenn die Abrechnung falsch aussieht?
Vergleiche zunächst:
- Vertrag
- Abrechnung
- tatsächliche Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsperiode.
Wenn etwas unklar ist, frage die zuständige Lohnbuchhaltung oder Personalabteilung.
Bei größeren oder wiederkehrenden Problemen kann weitere Beratung sinnvoll sein.
Wann wird die Ausbildungsvergütung ausgezahlt?
Bei einer Berufsausbildung nach dem BBiG wird die Vergütung nach Monaten bemessen.
Sie muss für den laufenden Kalendermonat spätestens am letzten Arbeitstag dieses Monats gezahlt werden.
Der konkrete betriebliche Zahlungstermin kann früher liegen.
Was passiert im ersten Ausbildungsmonat?
Beginnst du nicht am ersten Tag eines Monats, kann die Vergütung für diesen Zeitraum anteilig berechnet werden.
Plane deshalb beim Ausbildungsstart genügend finanziellen Puffer ein.
Besonders relevant ist das, wenn gleichzeitig:
- Umzug
- Kaution
- neue Fahrkarte
- Arbeitskleidung
- erste Miete
anfallen.
Ausbildungsvergütung bei Urlaub
Urlaub bedeutet nicht automatisch, dass deine Ausbildungsvergütung für diese Zeit entfällt.
Im regulären Ausbildungsverhältnis gelten Regeln zur Fortzahlung der Vergütung.
Urlaub ist bezahlte Freistellung im Rahmen deines Anspruchs.
Ausbildungsvergütung bei Krankheit
Auch bei Arbeitsunfähigkeit kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Anspruch auf Fortzahlung der Ausbildungsvergütung bestehen.
Wichtig ist, dass du:
- dich korrekt krankmeldest,
- betriebliche Meldewege beachtest,
- notwendige Nachweise einreichst.
Ausbildungsvergütung bei Berufsschule
Berufsschule ist Bestandteil der dualen Ausbildung.
Der Betrieb darf die Vergütung nicht einfach deshalb kürzen, weil du an einem vorgeschriebenen Berufsschultag nicht im Betrieb arbeitest.
Für Berufsschule gelten gesetzliche Freistellungs- und Anrechnungsregeln.
Ausbildungsvergütung bei Prüfungen
Auch vorgeschriebene Prüfungen gehören zur Ausbildung.
Für die notwendigen Freistellungen gelten gesetzliche Regeln.
Prüfungstage sind deshalb nicht einfach unbezahlte private Abwesenheit.
Ausbildungsvergütung bei Überstunden
Überstunden sind ein eigenes Thema.
Bei Berufsausbildungen nach dem BBiG müssen über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigungen besonders behandelt werden.
Der Ausbildungsvertrag muss Angaben zur Vergütung oder zum Ausgleich von Überstunden enthalten.
Prüfe die konkrete Regelung.
Ausbildungsvergütung in Teilzeit
Bei einer Teilzeitberufsausbildung kann die Vergütung entsprechend der reduzierten täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit angepasst werden.
Deshalb solltest du bei Teilzeit nicht automatisch mit der vollen Vergütung einer Vollzeitausbildung rechnen.
Prüfe:
- Wochenstunden
- Vertragsbetrag
- Ausbildungsdauer
- Haushaltsbudget.
Beispiel Teilzeit
Vollzeit-Vergütung eines konkreten Betriebs:
Betrag X
Teilzeit-Vergütung:
kann abhängig vom Verhältnis der vereinbarten Ausbildungszeit angepasst werden.
Die tatsächliche Berechnung solltest du vor Vertragsabschluss klären.
Bekomme ich Weihnachtsgeld als Azubi?
Nicht automatisch.
Ob du Weihnachtsgeld beziehungsweise eine Jahressonderzahlung bekommst, kann sich ergeben aus:
- Tarifvertrag
- Ausbildungsvertrag
- Betriebsvereinbarung
- anderen verbindlichen Regelungen.
Frage den Betrieb nach den konkreten Leistungen.
Bekomme ich Urlaubsgeld?
Auch Urlaubsgeld ist nicht für jeden Azubi automatisch garantiert.
Es kann beispielsweise tariflich oder vertraglich geregelt sein.
Unterscheide:
Urlaubsentgelt
von
zusätzlichem Urlaubsgeld.
Das sind nicht dasselbe.
Vermögenswirksame Leistungen für Azubis
Einige Arbeitgeber bieten auch Auszubildenden vermögenswirksame Leistungen oder andere Zusatzleistungen.
Das ist kein allgemeiner Standard.
Prüfe dein konkretes Angebot.
Fahrtkostenzuschuss
Einige Betriebe unterstützen:
- Deutschlandticket
- ÖPNV-Ticket
- Fahrtkosten
- andere Mobilitätsangebote.
Ein niedrigerer Bruttolohn mit guten Zusatzleistungen kann im Alltag teilweise attraktiver sein als ein etwas höherer Bruttolohn ohne Unterstützung.
Vergleiche deshalb das Gesamtpaket.
Essenszuschuss und Kantine
Auch vergünstigtes Essen kann finanziell relevant sein.
Beispiel:
Wenn du jeden Arbeitstag mehrere Euro beim Mittagessen sparst, summiert sich das über einen Monat.
Solche Leistungen sollten aber nicht mit der eigentlichen Ausbildungsvergütung verwechselt werden.
Arbeitskleidung und Ausbildungsmittel
Notwendige Ausbildungsmittel müssen bei einer Berufsausbildung nach dem BBiG grundsätzlich vom Ausbildenden kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Dazu können je nach Beruf auch notwendige Werkzeuge oder bestimmte Fachmittel gehören.
Bei Arbeitskleidung kommt es darauf an, um welche Art von Kleidung beziehungsweise Schutzausrüstung es geht.
Frage bei Unsicherheit vor Ausbildungsbeginn.
Kann ich über meine Ausbildungsvergütung verhandeln?
Das hängt stark vom Betrieb und von den geltenden Regelungen ab.
Bei tariflich festgelegten Vergütungen gibt es häufig wenig individuellen Spielraum.
Bei freiwillig festgelegten Vergütungen kann theoretisch mehr Spielraum bestehen.
In der Praxis sind Ausbildungsvergütungen jedoch häufig nach Ausbildungsjahr standardisiert.
Worüber kann man zusätzlich sprechen?
Wenn die Ausbildungsvergütung feststeht, können andere Punkte interessant sein:
- Fahrtkostenzuschuss
- Lernmittel
- Essenszuschuss
- technische Ausstattung
- Sonderzahlungen
- Übernahmechancen.
Prüfe aber immer, welche Leistungen tatsächlich verbindlich zugesagt werden.
Ausbildungsvergütung im Vorstellungsgespräch
Du darfst nach der Vergütung fragen.
Eine sachliche Formulierung:
„Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung in den einzelnen Ausbildungsjahren und gilt für die Ausbildung ein Tarifvertrag?"
Damit bekommst du zwei wichtige Informationen gleichzeitig.
Wann nach dem Gehalt fragen?
Wenn die Vergütung bereits in der Stellenanzeige steht, musst du sie nicht sofort erneut erfragen.
Fehlt die Angabe, kannst du sie im Bewerbungsprozess klären.
Spätestens vor Vertragsunterzeichnung solltest du die genaue Vergütung kennen.
Ausbildungsvergütung im Vertrag prüfen
Der Vertrag sollte die Vergütung für die Ausbildungsjahre eindeutig ausweisen.
Prüfe:
- Betrag im ersten Jahr
- Betrag im zweiten Jahr
- Betrag im dritten Jahr
- gegebenenfalls viertes Jahr
- mögliche tarifliche Bezugnahme.
Unterschreibe nicht mit der Annahme, dass der Betrag „später bestimmt" wird, ohne die Regelung zu verstehen.
Hohe Ausbildungsvergütung = beste Ausbildung?
Nicht automatisch.
Geld ist wichtig.
Aber auch diese Faktoren zählen:
- Ausbildungsqualität
- Betreuung
- Aufgaben
- Arbeitszeit
- Fahrtweg
- Berufsperspektive
- Übernahmechancen
- Betriebsklima.
Ein Ausbildungsplatz sollte als Gesamtpaket bewertet werden.
100 Euro mehr können durch Fahrtkosten verschwinden
Beispiel:
Angebot A
höhere Vergütung, aber langer Arbeitsweg.
Angebot B
etwas niedrigere Vergütung, aber kurzer Arbeitsweg.
Wenn Angebot A jeden Monat deutlich höhere Fahrtkosten verursacht, kann der finanzielle Unterschied kleiner werden.
Vergleiche deshalb dein verfügbares Budget, nicht nur das Brutto.
Wohnkosten sind oft der größte Faktor
Wer während der Ausbildung zu Hause wohnt, hat eine völlig andere finanzielle Situation als jemand mit eigener Wohnung.
Deshalb kann die gleiche Ausbildungsvergütung für zwei Personen sehr unterschiedlich wirken.
Beispielbudget für Azubis
Nur als Planungsbeispiel:
Kategorie Monatlicher Plan Netto-Ausbildungsvergütung individuell Miete individuell Energie individuell Lebensmittel individuell Mobilität individuell Versicherungen individuell Telefon/Internet individuell Freizeit individuell Rücklage individuell
Fülle die Tabelle mit deinen echten Zahlen.
Welche finanziellen Hilfen können Azubis bekommen?
Wenn die Ausbildungsvergütung für deinen Lebensunterhalt nicht reicht, können je nach Ausbildungsart und persönlicher Situation verschiedene Unterstützungen infrage kommen. Dazu gehören beispielsweise Berufsausbildungsbeihilfe, Kindergeld oder Hilfen für bestimmte Wohn- und Lebenssituationen.
Ob du eine Leistung erhältst, hängt von Einkommen, Wohnsituation, Alter, Ausbildungsform und weiteren Voraussetzungen ab. Informiere dich bei der zuständigen Stelle, bevor du mit einer Förderung fest planst.
Kindergeld während der Ausbildung
Für volljährige Kinder kann während einer Berufsausbildung unter den gesetzlichen Voraussetzungen grundsätzlich bis zur maßgeblichen Altersgrenze Kindergeld berücksichtigt werden.
2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro monatlich pro Kind.
Ob und wie es in deinem konkreten Haushalt zur Verfügung steht, hängt von der familiären Situation ab.
Bei einer zweiten Ausbildung können zusätzliche Voraussetzungen relevant werden.
Berufsausbildungsbeihilfe
Bei einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Berufsausbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe relevant sein.
Ob du Anspruch hast und wie hoch die Unterstützung wäre, hängt von deiner individuellen Situation ab.
Prüfe dies möglichst vor Ausbildungsbeginn, wenn deine Finanzierung knapp ist.
Wohngeld und Ausbildung
Beim Wohngeld gibt es für Auszubildende besondere Abgrenzungen zu anderen Ausbildungsförderungen.
Deshalb gilt nicht pauschal:
„Jeder Azubi mit eigener Wohnung bekommt Wohngeld."
Lass deine konkrete Situation prüfen.
Ausbildung und Bürgergeld
Auch hier gelten besondere Regeln für Auszubildende und mögliche ergänzende Leistungen beziehungsweise Sonderfälle.
Eine pauschale Aussage ist nicht sinnvoll.
Wenn dein Einkommen nicht reicht, solltest du deine individuelle Förderkonstellation prüfen lassen.
Nebenjob zusätzlich zur Ausbildungsvergütung
Ein Nebenjob kann grundsätzlich möglich sein.
Aber du musst berücksichtigen:
- Arbeitszeit
- Ruhezeiten
- Ausbildungsvertrag
- Zustimmung oder Anzeige beim Betrieb
- mögliche Auswirkungen auf Leistungen
- steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Folgen.
Mehr Einkommen bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Nebenverdienst ohne weitere Auswirkungen bleibt.
Ausbildungsvergütung und Unterhalt
Ob während einer Ausbildung Unterhaltsansprüche bestehen und wie die Ausbildungsvergütung berücksichtigt wird, hängt von der individuellen familienrechtlichen Situation ab.
Bei konkreten Unterhaltsfragen solltest du fachkundige Beratung nutzen.
Ausbildungsvergütung und eigene Wohnung
Bevor du ausziehst, rechne mindestens:
- Nettovergütung
- Warmmiete
- Strom
- Internet
- Lebensmittel
- Mobilität
- Versicherungen
- Rücklage.
Plane außerdem einmalige Kosten:
- Kaution
- Möbel
- Umzug
- Haushaltsausstattung.
Notgroschen trotz Azubi-Gehalt
Auch mit kleinem Einkommen kann eine kleine Rücklage hilfreich sein.
Schon ein überschaubarer Betrag pro Monat kann später helfen bei:
- kaputtem Handy
- unerwarteter Rechnung
- Reparatur
- Umzugskosten.
Die Höhe muss zu deinem Budget passen.
Was tun, wenn die Ausbildungsvergütung nicht reicht?
Erstelle zuerst ein realistisches Monatsbudget mit Nettovergütung, Miete, Energie, Lebensmitteln, Mobilität, Versicherungen und Lernkosten. Prüfe danach Fördermöglichkeiten und frage den Ausbildungsbetrieb nach Zuschüssen oder Sachleistungen.
Wenn die Rechnung trotz Unterstützung nicht aufgeht, besprich deine Situation früh mit Berufsberatung, Sozialberatung oder einer zuständigen Behörde. Ein Nebenjob sollte nur infrage kommen, wenn Arbeitszeit, Erholung und Ausbildung nicht beeinträchtigt werden.
Schritt 1
Netto-Einkommen bestimmen.
Schritt 2
Fixkosten auflisten.
Schritt 3
Variable Ausgaben analysieren.
Schritt 4
Mögliche Förderungen prüfen.
Schritt 5
Zusatzleistungen des Betriebs berücksichtigen.
Schritt 6
Nebenjob nur mit realistischer Gesamtbelastung prüfen.
Was tun, wenn der Betrieb zu wenig zahlt?
Wenn du vermutest, dass deine Vergütung gegen gesetzliche, tarifliche oder vertragliche Vorgaben verstößt:
- Vertrag prüfen.
- anwendbaren Tarifvertrag klären.
- Ausbildungsbeginn feststellen.
- konkrete Beträge vergleichen.
- Betrieb sachlich ansprechen.
- bei Bedarf geeignete Beratung nutzen.
Nicht jede niedrige Vergütung ist automatisch rechtswidrig minus aber sie sollte überprüft werden.
Mindestausbildungsvergütung 2026 richtig prüfen
- Prüfe zuerst, ob es sich um eine duale Ausbildung im Anwendungsbereich von BBiG oder Handwerksordnung handelt.
- Notiere das Kalenderjahr des Ausbildungsbeginns.
- Vergleiche die Vergütung für jedes Ausbildungsjahr mit dem passenden gesetzlichen oder tariflichen Wert.
- Prüfe, ob ein Tarifvertrag oder eine tarifliche Bezugnahme gilt.
- Lass Unklarheiten vor der Unterschrift von der zuständigen Kammer oder Berufsberatung erklären.
Beispiel 1: Ausbildungsstart 2026
Du beginnst eine vom Mindestvergütungssystem erfasste Ausbildung im August 2026.
Im ersten Ausbildungsjahr beträgt die allgemeine gesetzliche Mindestvergütung für diesen Jahrgang:
724 Euro brutto pro Monat.
Zahlt der Betrieb beispielsweise 1.050 Euro, liegt die vertragliche Vergütung deutlich darüber.
Beispiel 2: Tarifgebundener Betrieb
Du beginnst 2026 bei einem tarifgebundenen Arbeitgeber.
Dann ist die einschlägige tarifliche Ausbildungsvergütung zentral.
Vergleiche nicht ausschließlich mit der allgemeinen Mindesttabelle.
Beispiel 3: Schulische Ausbildung
Du beginnst 2026 eine schulische Ausbildung.
Dann darfst du nicht automatisch davon ausgehen, dass dir die BBiG-Mindestvergütung von 724 Euro zusteht.
Prüfe die spezifischen Regeln des Ausbildungsberufs.
Beispiel 4: Teilzeitausbildung
Du absolvierst eine Berufsausbildung in Teilzeit.
Dann kann die Ausbildungsvergütung unter den gesetzlichen Voraussetzungen entsprechend der reduzierten Ausbildungszeit angepasst werden.
Die genaue Vertragsregelung ist entscheidend.
Häufige Missverständnisse zur Ausbildungsvergütung
„Jeder Azubi bekommt 2026 mindestens 724 Euro."
Zu pauschal.
Die Zahl betrifft bestimmte Berufsausbildungen mit Ausbildungsbeginn 2026 und muss zusammen mit gesetzlichen Sonderregelungen betrachtet werden.
„724 Euro ist das durchschnittliche Azubi-Gehalt."
Falsch.
Es handelt sich um einen gesetzlichen Mindestwert für die erfassten Fälle, nicht um einen Durchschnitt.
„Ab Januar steigt automatisch mein Gehalt."
Nicht zwingend.
Die Steigerung orientiert sich insbesondere am Ausbildungsjahr und den vertraglichen beziehungsweise tariflichen Regeln.
„Brutto ist mein verfügbares Einkommen."
Nein.
Für dein Budget zählt der tatsächliche Nettobetrag.
„Schulische Ausbildung und duale Ausbildung werden gleich bezahlt."
Nein.
Die Finanzierung kann völlig unterschiedlich geregelt sein.
Checkliste: Ausbildungsvergütung vor Vertragsabschluss
- Vergütung pro Ausbildungsjahr
- Brutto oder Netto eindeutig unterschieden
- Tarifvertrag oder sonstige Regelungen genannt
- Arbeitszeit, Urlaub und Überstunden geregelt
- Sonderzahlungen und Sachleistungen schriftlich festgehalten
- Fahrt-, Wohn- und sonstige Ausbildungskosten realistisch eingeplant.
Vergütung
- [ ] Betrag im 1. Ausbildungsjahr bekannt
- [ ] Betrag im 2. Ausbildungsjahr bekannt
- [ ] Betrag im 3. Ausbildungsjahr bekannt
- [ ] gegebenenfalls 4. Ausbildungsjahr bekannt
- [ ] Bruttoangabe verstanden
Regelungen
- [ ] Ausbildungsform geklärt
- [ ] Tarifvertrag geprüft
- [ ] Ausbildungsbeginn festgehalten
- [ ] gesetzliche Mindestvergütung korrekt eingeordnet
- [ ] Teilzeit berücksichtigt, falls relevant
Zusatzleistungen
- [ ] Weihnachtsgeld geklärt
- [ ] Urlaubsgeld geklärt
- [ ] Fahrtkostenzuschuss geprüft
- [ ] Essenszuschuss geprüft
- [ ] weitere Leistungen geprüft
Persönliches Budget
- [ ] realistisches Netto geschätzt
- [ ] Miete berücksichtigt
- [ ] Fahrtkosten berücksichtigt
- [ ] Lebensmittel eingeplant
- [ ] Versicherungen berücksichtigt
- [ ] mögliche Förderung geprüft
- [ ] kleine Rücklage eingeplant
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Mindestausbildungsvergütung 2026?
Für vom gesetzlichen Mindestvergütungssystem erfasste Berufsausbildungen, die zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2026 beginnen, beträgt die allgemeine Mindestvergütung im ersten Ausbildungsjahr 724 Euro brutto monatlich.
Wie hoch ist die Mindestvergütung im zweiten Ausbildungsjahr?
Für einen Ausbildungsbeginn 2026 beträgt der entsprechende Mindestwert im zweiten Ausbildungsjahr 854 Euro brutto pro Monat.
Wie hoch ist die Mindestvergütung im dritten Ausbildungsjahr?
Für einen Ausbildungsbeginn 2026 beträgt der entsprechende Mindestwert im dritten Ausbildungsjahr 977 Euro brutto pro Monat.
Wie hoch ist die Mindestvergütung im vierten Ausbildungsjahr?
Für einen Ausbildungsbeginn 2026 beträgt der entsprechende Mindestwert im vierten Ausbildungsjahr 1.014 Euro brutto pro Monat.
Gilt die Mindestausbildungsvergütung für alle Azubis?
Nein. Nicht jede Ausbildungsform fällt unter das allgemeine Mindestvergütungssystem des Berufsbildungsgesetzes. Außerdem bestehen besondere Regelungen, unter anderem für tarifgebundene Ausbildungsverhältnisse.
Ist die Ausbildungsvergütung brutto oder netto?
In Stellenanzeigen, Tarifverträgen und Ausbildungsverträgen werden Vergütungen in der Regel als Bruttobeträge angegeben. Dein tatsächlicher Nettoauszahlungsbetrag ist niedriger und hängt von individuellen Abzügen ab.
Steigt das Azubi-Gehalt jedes Ausbildungsjahr?
Bei einer Berufsausbildung nach dem BBiG muss die Vergütung mit fortschreitender Berufsausbildung mindestens jährlich steigen. Die konkreten Beträge ergeben sich aus Vertrag, Tarifvertrag und gesetzlichen Vorgaben.
Bekomme ich in der Berufsschule weiterhin Ausbildungsvergütung?
Die Berufsschule gehört zur dualen Ausbildung. Der Betrieb darf die Vergütung nicht einfach deshalb kürzen, weil du für vorgeschriebenen Berufsschulunterricht freigestellt bist.
Bekomme ich im Urlaub Ausbildungsvergütung?
Für regulären Erholungsurlaub gelten Regeln zur Fortzahlung der Vergütung. Urlaub bedeutet also nicht automatisch unbezahlte Zeit.
Warum verdient mein Freund im gleichen Ausbildungsjahr mehr?
Ausbildungsvergütungen unterscheiden sich unter anderem nach Beruf, Branche, Tarifvertrag, Unternehmen und Ausbildungsform. Das gleiche Ausbildungsjahr bedeutet deshalb nicht automatisch das gleiche Gehalt.
Kann ich mit Ausbildungsvergütung allein wohnen?
Das hängt von deinem Netto-Einkommen und deinen tatsächlichen Kosten ab. Rechne Miete, Energie, Lebensmittel, Mobilität und Versicherungen zusammen und prüfe gegebenenfalls mögliche Förderungen.
Kann ich neben der Ausbildung zusätzlich arbeiten?
Ein Nebenjob kann grundsätzlich möglich sein, muss aber mit Arbeitszeitvorschriften, Ausbildungsvertrag und deiner Ausbildungsleistung vereinbar sein. Auch mögliche Auswirkungen auf Abgaben oder Förderleistungen sollten geprüft werden.
Fazit: Ausbildungsvergütung 2026 ist mehr als die Zahl 724 Euro
Für einen Ausbildungsstart 2026 liegt die allgemeine gesetzliche Mindestvergütung im ersten Ausbildungsjahr bei 724 Euro brutto monatlich, sofern die Ausbildung vom entsprechenden BBiG-Mindestvergütungssystem erfasst wird.
Für diesen Ausbildungsjahrgang steigen die Mindestwerte auf:
- 854 Euro im zweiten Jahr,
- 977 Euro im dritten Jahr,
- 1.014 Euro im vierten Jahr.
Diese Zahlen beantworten aber noch nicht die Frage:
„Wie viel werde ich wirklich verdienen?"
Dafür musst du zusätzlich prüfen:
- deinen Ausbildungsberuf,
- die Branche,
- einen möglichen Tarifvertrag,
- deinen Ausbildungsbetrieb,
- dein Ausbildungsjahr,
- deine Ausbildungsform,
- dein tatsächliches Netto.
Vergleiche Ausbildungsplätze deshalb nicht nur anhand eines einzelnen Bruttobetrags.
Auch:
- Fahrtkosten
- Arbeitszeiten
- Zusatzleistungen
- Ausbildungsqualität
- Wohnkosten
beeinflussen, wie attraktiv ein Angebot für dich tatsächlich ist.
Die Mindestausbildungsvergütung ist eine wichtige Untergrenze. Für deine persönliche Entscheidung zählt jedoch die konkrete Vergütung deines Ausbildungsplatzes und was nach allen Kosten tatsächlich für deinen Alltag übrig bleibt.
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