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Feuerwehr-Berufe: Ausbildung, Studium & Karriere
Welche Feuerwehr-Berufe gibt es? Entdecke Ausbildung, Vorbereitungsdienst, Studium und Karriere bei Berufsfeuerwehr, Werkfeuerwehr, Rettungsdienst und Brandschutz.

Feuerwehr-Berufe gibt es bei Berufsfeuerwehren, Werkfeuerwehren, Bundeswehrfeuerwehren, Leitstellen, im Rettungsdienst, vorbeugenden Brandschutz und in Führungsfunktionen. Wer beruflich zur Feuerwehr möchte, hat deshalb mehrere mögliche Einstiegswege.
Typische Wege sind:
- Werkfeuerwehrmann/-frau
- mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst
- gehobener feuerwehrtechnischer Dienst
- höherer feuerwehrtechnischer Dienst
- Notfallsanitäter/in
- Einsatzdienst
- Leitstelle
- vorbeugender Brandschutz
- Höhenrettung
- Gefahrgut- und ABC-Abwehr
- Feuerwehrtechnik
- Einsatzleitung
Wichtig: Berufsfeuerwehr und Werkfeuerwehr sind nicht dasselbe. Auch die Zugangsvoraussetzungen zum feuerwehrtechnischen Dienst unterscheiden sich je nach Bundesland, Kommune und Behörde.
Welche Feuerwehr-Berufe gibt es?
| Beruf / Bereich | Schwerpunkt | Typischer Einstieg |
|---|---|---|
| Werkfeuerwehrmann/-frau | Brandschutz im Unternehmen | 3-jährige duale Ausbildung |
| Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst | Einsatzdienst | Vorbereitungsdienst |
| Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst | Führung, Einsatzleitung | Bachelor + Vorbereitungsdienst bzw. integriertes Modell |
| Höherer feuerwehrtechnischer Dienst | höhere Führung | Master + Vorbereitungsdienst |
| Notfallsanitäter/in | Rettungsdienst | 3 Jahre Vollzeit |
| Leitstellendisponent/in | Notruf, Einsatzsteuerung | Feuerwehr/Rettungsdienst + Zusatzqualifikation |
| Brandschutzprüfer/in | vorbeugender Brandschutz | Feuerwehr/Technik + Spezialisierung |
| Höhenretter/in | Rettung aus Höhen/Tiefen | Feuerwehr + interne Spezialausbildung |
| ABC-/Gefahrgutspezialist/in | chemische, biologische, radiologische Gefahren | Feuerwehr + Weiterbildung |
| Feuerwehrtechniker/in | Fahrzeuge, Geräte, Ausrüstung | technische Ausbildung/Feuerwehr |
| Einsatzleiter/in | Führung im Einsatz | Feuerwehrlaufbahn + Qualifikation |
1. Werkfeuerwehrmann/-frau
Werkfeuerwehrmann/-frau ist ein staatlich anerkannter dualer Ausbildungsberuf in der Industrie.
Laut BIBB und BERUFENET dauert die Ausbildung:
36 Monate, also 3 Jahre.
Wo arbeiten Werkfeuerwehrleute?
Zum Beispiel bei:
- Chemieunternehmen
- Flughäfen
- Industrieparks
- Automobilwerken
- großen Produktionsbetrieben
Typische Aufgaben
- vorbeugender Brandschutz
- Brandbekämpfung
- technische Hilfe
- Rettung von Personen
- medizinische Notfallversorgung
- ABC-Einsätze
- Feuerwehrfahrzeuge und Geräte prüfen
Besonderheit
Werkfeuerwehren schützen einen bestimmten Betrieb oder Standort.
Dadurch müssen sie die dortigen Gefahren besonders gut kennen.
Zum Beispiel:
- Chemikalien
- Produktionsanlagen
- Maschinen
- Lagerbereiche
2. Berufsfeuerwehr
Berufsfeuerwehren sind in vielen größeren Städten Teil des öffentlichen Dienstes.
Ihre Aufgaben reichen von:
- Brandbekämpfung
- technischer Hilfe
- Rettungsdienst
- Katastrophenschutz
- Gefahrgut
bis zu:
- vorbeugendem Brandschutz
- Einsatzplanung
- Ausbildung
Wichtig
Es gibt nicht die eine bundesweit identische Berufsfeuerwehr-Ausbildung.
Der Einstieg richtet sich nach:
- Bundesland
- Kommune
- Laufbahn
- Vorbildung
3. Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst
Der mittlere feuerwehrtechnische Dienst ist ein klassischer Einstieg in den operativen Einsatzdienst.
BERUFENET beschreibt ihn als:
- Beamtenausbildung
- Vorbereitungsdienst
- geregelt durch Bund oder Länder
Die Dauer liegt je nach Laufbahnmodell in der Regel bei:
1 bis 3 Jahren
Typische Aufgaben
- Brände löschen
- Personen retten
- technische Hilfe leisten
- Gefahrstoffe sichern
- bei Naturkatastrophen helfen
- Rettungsgeräte einsetzen
Typischer Zugang
Je nach Bundesland oder Behörde kann beispielsweise vorausgesetzt werden:
- abgeschlossene förderliche Berufsausbildung
Andere Modelle ermöglichen auch einen direkten Einstieg nach Schulabschluss mit integrierter beruflicher Grundqualifikation.
4. Direkteinstieg nach der Schule
Einige Feuerwehren bieten besondere Modelle für Schulabgänger.
Beispiel Berliner Feuerwehr:
Das Modell 112 Direkt ermöglicht den Einstieg nach Schulabschluss.
Es enthält zunächst eine:
18-monatige handwerklich-technische Grundqualifizierung
und danach die feuerwehrtechnische Ausbildung.
Warum ist das wichtig?
Früher war für den klassischen mittleren Feuerwehrdienst häufig zuerst eine handwerkliche oder technische Berufsausbildung nötig.
Heute existieren bei einigen Feuerwehren alternative Stufenmodelle.
Solche Modelle sind aber nicht bundesweit einheitlich.
Du musst deshalb die Ausschreibung deiner Wunschfeuerwehr prüfen.
5. Klassischer Einstieg mit Berufsausbildung
Viele Berufsfeuerwehren bieten weiterhin einen klassischen Einstieg für Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung.
Beispiel Berlin:
112 Classic
richtet sich an Bewerber mit vorhandener Berufsausbildung.
Der feuerwehrtechnische Vorbereitungsdienst dauert dort aktuell:
18 Monate
Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie stark sich Feuerwehrlaufbahnen regional unterscheiden können.
6. Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst
Der gehobene feuerwehrtechnische Dienst übernimmt stärker:
- Führung
- Einsatzleitung
- Organisation
- Planung
BERUFENET nennt als Dauer des Vorbereitungsdienstes typischerweise:
1,5 bis 2 Jahre
oder bei bestimmten integrierten Modellen:
3,5 Jahre
Typischer Zugang
Häufig wird vorausgesetzt:
- Bachelorabschluss
zum Beispiel in:
- Ingenieurwissenschaft
- Naturwissenschaft
- Rescue Engineering
- Sicherheits- und Gefahrenabwehr
Je nach Behörde gibt es auch integrierte Studienmodelle.
Typische Aufgaben
- Einsätze leiten
- Personal führen
- Dienstbetrieb organisieren
- Brandschutzkonzepte bearbeiten
- Ausbildung unterstützen
7. Höherer feuerwehrtechnischer Dienst
Der höhere feuerwehrtechnische Dienst ist auf besonders anspruchsvolle Führungs- und Verwaltungsaufgaben ausgerichtet.
BERUFENET nennt:
2 Jahre Vorbereitungsdienst
Als Zugang wird je nach Bundesland beispielsweise ein:
abgeschlossenes Masterstudium
vorausgesetzt.
Typische Aufgaben
- große Einsatzlagen leiten
- Feuerwehrorganisation steuern
- strategische Planung
- Personalverantwortung
- Katastrophenschutz koordinieren
8. Notfallsanitäter/in bei der Feuerwehr
Viele Berufsfeuerwehren übernehmen gleichzeitig Rettungsdienst.
Deshalb ist Notfallsanitäter/in ein besonders wichtiger Feuerwehr-naher Beruf.
Die Ausbildung ist bundesweit geregelt und dauert:
- 3 Jahre in Vollzeit
- 5 Jahre in Teilzeit
Typische Aufgaben
- medizinische Notfälle beurteilen
- lebensrettende Maßnahmen durchführen
- Patienten stabilisieren
- Transporte begleiten
- Einsatz dokumentieren
Notfallsanitäter arbeiten unter anderem:
- bei Rettungsdiensten
- bei Feuerwehren
- in Rettungswachen
Weiterlesen: Gesundheitsberufe
9. Feuerwehr und Rettungsdienst
Bei vielen kommunalen Berufsfeuerwehren gehören:
- Feuerwehr
- Rettungsdienst
eng zusammen.
Je nach Laufbahn können Feuerwehrkräfte deshalb Qualifikationen erwerben als:
- Rettungssanitäter/in
- Notfallsanitäter/in
Die konkrete medizinische Qualifikation hängt vom jeweiligen Laufbahnmodell ab.
10. Leitstellendisponent/in
In Leitstellen werden Notrufe angenommen und Einsätze gesteuert.
Typische Aufgaben:
- Notruf entgegennehmen
- Lage einschätzen
- Einsatzmittel alarmieren
- Feuerwehr und Rettungsdienst koordinieren
- laufende Einsätze verfolgen
Typischer Einstieg
Leitstellendisponent/in ist häufig keine klassische Erstausbildung.
Der Weg führt oft über:
- Feuerwehr
- Rettungsdienst
- zusätzliche Leitstellenqualifikation
Anforderungen
- hohe Konzentration
- schnelle Entscheidungen
- klare Kommunikation
- Stressresistenz
11. Vorbeugender Brandschutz
Feuerwehr arbeitet nicht nur nach einem Brand.
Ein großer Bereich ist:
vorbeugender Brandschutz
Typische Aufgaben:
- Gebäude beurteilen
- Fluchtwege prüfen
- Brandschutzkonzepte bewerten
- Feuerwehraufstellflächen prüfen
- Stellungnahmen erstellen
Hier überschneiden sich Feuerwehrberufe mit:
- Bau
- Architektur
- Ingenieurwesen
- Verwaltung
Weiterlesen: Ingenieurberufe
12. Brandschutzingenieur/in
Brandschutz kann auch akademisch bearbeitet werden.
Mögliche Studienrichtungen:
- Rescue Engineering
- Sicherheits- und Gefahrenabwehr
- Sicherheitstechnik
- Bauingenieurwesen mit Brandschutzschwerpunkt
Typische Aufgaben
- Brandschutzkonzepte planen
- Risiken bewerten
- Gebäude analysieren
- technische Schutzmaßnahmen entwickeln
Mögliche Arbeitgeber:
- Feuerwehr
- Ingenieurbüros
- Industrie
- Behörden
13. Höhenrettung
Höhenretter kommen bei Einsätzen an schwer erreichbaren Orten zum Einsatz.
Zum Beispiel:
- Hochhäuser
- Kräne
- Türme
- Bauwerke
- tiefe Schächte
Einstieg
Höhenrettung ist normalerweise keine direkte Erstausbildung.
Typisch:
Feuerwehrlaufbahn → Berufserfahrung → interne Auswahl und Spezialausbildung
Voraussetzungen
- sehr gute Fitness
- Höhentauglichkeit
- Teamarbeit
- psychische Stabilität
14. Gefahrgut und ABC-Abwehr
ABC steht für Gefahren durch:
- atomare/radiologische Stoffe
- biologische Stoffe
- chemische Stoffe
Typische Aufgaben:
- Gefahrenbereich absperren
- Stoffe identifizieren
- Messgeräte einsetzen
- Personen dekontaminieren
- Leckagen sichern
Dieser Bereich ist besonders wichtig bei:
- Industrie
- Transport
- Werkfeuerwehren
15. Feuerwehrtechnik
Feuerwehrfahrzeuge und Geräte müssen jederzeit einsatzbereit sein.
Typische technische Bereiche:
- Atemschutz
- Pumpen
- Funk
- Fahrzeuge
- Rettungsgeräte
- Messgeräte
Feuerwehren beschäftigen deshalb auch Menschen mit technischen Hintergründen.
Zum Beispiel:
- Kfz-Mechatronik
- Elektronik
- Mechanik
- Gerätewartung
Weiterlesen: Technische Berufe
16. Einsatzleitung
Mit steigender Qualifikation wächst die Führungsverantwortung.
Einsatzleiter entscheiden beispielsweise:
- welche Einheiten eingesetzt werden
- welche Gefahren zuerst bekämpft werden
- wie Einsatzabschnitte organisiert werden
- wann weitere Kräfte angefordert werden
Dafür sind nötig:
- Fachwissen
- Führung
- Entscheidungsfähigkeit
- Lagebeurteilung
Feuerwehr-Ausbildung im Überblick
Werkfeuerwehr
Werkfeuerwehrmann/-frau
- duale Ausbildung
- 3 Jahre
Berufsfeuerwehr mittlerer Dienst
- Vorbereitungsdienst
- je nach Behörde und Vorbildung unterschiedlich
- laut BERUFENET meist 1 bis 3 Jahre
Gehobener Dienst
- häufig Bachelor + Vorbereitungsdienst
- typischer Vorbereitungsdienst 1,5 bis 2 Jahre
- alternative integrierte Modelle möglich
Höherer Dienst
- häufig Master als Zugang
- typischer Vorbereitungsdienst 2 Jahre
Feuerwehr mit Hauptschulabschluss
Ein direkter Zugang hängt stark vom Modell ab.
Möglichkeiten können sein:
- zunächst eine geeignete Berufsausbildung
- Werkfeuerwehr-Ausbildung
- besondere Stufenmodelle einzelner Feuerwehren
Eine allgemeine bundesweite Regel gibt es nicht.
Weiterlesen: Berufe mit Hauptschulabschluss
Feuerwehr mit Realschulabschluss
Mit mittlerem Bildungsabschluss gibt es je nach Feuerwehr mehrere Wege.
Zum Beispiel:
- Werkfeuerwehr
- direkte Stufenausbildung
- klassische Laufbahn nach vorgeschalteter Berufsausbildung
Weiterlesen: Berufe mit Realschulabschluss
Feuerwehr mit Abitur
Mit Abitur oder Fachhochschulreife kommen zusätzlich infrage:
- duale Studienmodelle
- ingenieurwissenschaftliche Studiengänge
- gehobener feuerwehrtechnischer Dienst
Weiterlesen: Berufe mit Abitur
Feuerwehr ohne Studium
Viele operative Feuerwehrberufe sind ohne Studium erreichbar.
Zum Beispiel:
- Werkfeuerwehrmann/-frau
- mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst
- Notfallsanitäter/in
Für höhere Führungsfunktionen werden dagegen häufig Hochschulabschlüsse vorausgesetzt.
Weiterlesen: Berufe ohne Studium
Feuerwehr im öffentlichen Dienst
Berufsfeuerwehren sind häufig Teil kommunaler Verwaltungen.
Beamte im feuerwehrtechnischen Dienst arbeiten deshalb im öffentlichen Dienst.
Zu den Laufbahnen gehören:
- mittlerer Dienst
- gehobener Dienst
- höherer Dienst
Weiterlesen: Berufe im öffentlichen Dienst
Werkfeuerwehr oder Berufsfeuerwehr?
Werkfeuerwehr
Arbeitet für:
- Unternehmen
- Industrie
- bestimmte Standorte
Besonderer Fokus:
- betriebliche Risiken
- Industrieanlagen
- Gefahrstoffe
Berufsfeuerwehr
Arbeitet für:
- Stadt
- Kommune
- öffentliche Gefahrenabwehr
Breites Einsatzspektrum:
- Wohnungen
- Verkehrsunfälle
- Rettungsdienst
- Katastrophen
- technische Hilfe
Feuerwehr und Schichtarbeit
Feuerwehr ist ein Rund-um-die-Uhr-Beruf.
Typisch sind:
- 24-Stunden-Dienste
- andere Wachschichtmodelle
- Nächte
- Wochenenden
- Feiertage
Das konkrete Modell hängt von der Feuerwehr ab.
Wer ausschließlich klassische Bürozeiten möchte, sollte eher Bereiche wie:
- Verwaltung
- Brandschutzplanung
- bestimmte Führungs- oder Fachstellen
prüfen.
Weiterlesen: Berufe ohne Schichtarbeit
Sport und Fitness
Einsatzdienst ist körperlich anspruchsvoll.
Du musst beispielsweise:
- Schutzkleidung tragen
- Geräte bewegen
- Leitern nutzen
- Menschen retten
- Atemschutz tragen
Deshalb gehören Fitnessprüfungen häufig zum Auswahlverfahren.
Beispiel Berliner Feuerwehr:
Bewerber für bestimmte Laufbahnen müssen aktuell eine Sportprüfung absolvieren.
Gesundheitliche Voraussetzungen
Feuerwehrdienst stellt hohe Anforderungen an:
- Herz-Kreislauf-System
- Bewegungsapparat
- Belastbarkeit
- Atemschutztauglichkeit
Die genauen medizinischen Voraussetzungen hängen von:
- Laufbahn
- Feuerwehr
- Einsatzfunktion
ab.
Feuerwehr und psychische Belastbarkeit
Feuerwehrleute erleben unter Umständen:
- schwere Unfälle
- Brände
- verletzte Menschen
- Todesfälle
- Katastrophen
Deshalb ist psychische Stabilität wichtig.
Professionelle Feuerwehren arbeiten außerdem mit:
- Einsatznachsorge
- psychosozialer Unterstützung
Feuerwehr und Technik
Moderne Feuerwehr ist hoch technisiert.
Typische Systeme:
- Wärmebildkameras
- digitale Funktechnik
- Drohnen
- Messgeräte
- hydraulische Rettungsgeräte
- Fahrzeugtechnik
Technikverständnis ist deshalb ein großer Vorteil.
Feuerwehr und Digitalisierung
Digitale Systeme unterstützen heute:
- Einsatzplanung
- Navigation
- Kommunikation
- Dokumentation
- Lagekarten
Auch Leitstellen arbeiten mit komplexen digitalen Einsatzleitsystemen.
Drohnen bei der Feuerwehr
Drohnen können eingesetzt werden für:
- Lageübersicht
- Wärmebilder
- Waldbrände
- schwer zugängliche Einsatzstellen
Sie ersetzen keine Einsatzkräfte, liefern aber zusätzliche Informationen.
Feuerwehr und KI
KI kann künftig helfen bei:
- Lageauswertung
- Datenanalyse
- Einsatzplanung
- Prognosen
- Bildauswertung
Aber Einsatzentscheidungen bleiben sicherheitskritisch.
Feuerwehr braucht weiterhin:
- erfahrene Lagebeurteilung
- menschliche Verantwortung
- flexible Entscheidungen
Feuerwehr-Berufe mit Zukunft
Brandschutz und Gefahrenabwehr bleiben dauerhaft notwendig.
Zusätzliche Herausforderungen entstehen durch:
- Extremwetter
- Waldbrände
- Hochwasser
- neue Energiespeicher
- Elektromobilität
- Industrieanlagen
Dadurch werden besonders wichtig:
- Technik
- Gefahrstoffkompetenz
- Rettungsdienst
- Brandschutzplanung
Weiterlesen: Berufe mit Zukunft
Feuerwehr und Rettungsdienst: Was passt besser?
Feuerwehr
Mehr:
- Brandbekämpfung
- technische Hilfe
- Gefahrstoffe
- Rettung
Rettungsdienst
Mehr:
- Medizin
- Patientenversorgung
- Notfallmedizin
Viele Berufsfeuerwehren verbinden beide Bereiche.
Welche Fähigkeiten brauchst du?
Teamfähigkeit
Feuerwehr arbeitet immer im Team.
Verantwortungsbewusstsein
Fehler können schwerwiegende Folgen haben.
körperliche Fitness
Besonders im Einsatzdienst.
technisches Verständnis
Geräte und Fahrzeuge sind zentral.
Stressresistenz
Entscheidungen müssen oft schnell getroffen werden.
Kommunikation
Einsatzbefehle müssen klar sein.
Welcher Feuerwehr-Beruf passt zu mir?
Ich möchte direkt in der Industrie starten
Prüfe:
- Werkfeuerwehrmann/-frau
Ich möchte kommunale Einsätze fahren
Prüfe:
- mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst
Ich mag Medizin
Prüfe:
- Notfallsanitäter/in
- Feuerwehr mit Rettungsdienst
Ich möchte führen
Prüfe:
- gehobener feuerwehrtechnischer Dienst
Ich mag Technik und Planung
Prüfe:
- Brandschutz
- Feuerwehrtechnik
- Ingenieurwesen
Ich mag besondere Einsätze
Prüfe später:
- Höhenrettung
- Gefahrgut
- Spezialeinheiten
Häufige Fehler
Berufsfeuerwehr und Werkfeuerwehr gleichsetzen
Die Arbeitgeber und Einsatzgebiete unterscheiden sich.
Eine bundesweit einheitliche Berufsfeuerwehr-Ausbildung erwarten
Laufbahnen sind je nach Bundesland und Behörde verschieden.
Direkte Spezialisierung erwarten
Höhenrettung oder besondere Gefahrgut-Funktionen kommen meist erst später.
Rettungsdienst unterschätzen
Bei vielen Berufsfeuerwehren gehört er fest zum Alltag.
Fitness als einzige Voraussetzung betrachten
Ebenso wichtig sind Technik, Teamarbeit, Recht und Belastbarkeit.
Checkliste: Passt ein Feuerwehr-Beruf zu mir?
- [ ] Bin ich körperlich fit?
- [ ] Kann ich im Team arbeiten?
- [ ] Sind Schichten okay?
- [ ] Kann ich mit schwierigen Einsatzlagen umgehen?
- [ ] Werkfeuerwehr oder Berufsfeuerwehr?
- [ ] Habe ich eine Berufsausbildung?
- [ ] Möchte ich später führen?
- [ ] Interessiert mich Rettungsdienst?
- [ ] Habe ich die lokale Ausschreibung geprüft?
- [ ] Erfülle ich die medizinischen Anforderungen?
Häufige Fragen
Welche Feuerwehr-Berufe gibt es?
Typische Wege sind Werkfeuerwehrmann/-frau, mittlerer, gehobener und höherer feuerwehrtechnischer Dienst, Notfallsanitäter/in sowie Spezialisierungen in Leitstelle, Höhenrettung, Gefahrgut und Brandschutz.
Wie lange dauert Werkfeuerwehrmann/-frau?
Die duale Ausbildung dauert laut BIBB und BERUFENET 36 Monate beziehungsweise drei Jahre.
Wie lange dauert die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr?
Das hängt von Laufbahn, Vorbildung, Bundesland und Feuerwehr ab. BERUFENET nennt für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst in der Regel 1 bis 3 Jahre Vorbereitungsdienst.
Braucht man vor der Berufsfeuerwehr eine Berufsausbildung?
Bei vielen klassischen Einstiegswegen ja. Einige Feuerwehren bieten inzwischen aber direkte Stufenmodelle nach Schulabschluss an.
Wie lange dauert der gehobene feuerwehrtechnische Dienst?
BERUFENET nennt je nach Vorbildung typischerweise 1,5 bis 2 Jahre Vorbereitungsdienst oder längere integrierte Modelle.
Kann man direkt Höhenretter werden?
Normalerweise nicht. Typisch ist zuerst der Feuerwehrdienst und anschließend eine interne Spezialausbildung.
Welche Rolle spielt der Rettungsdienst bei der Feuerwehr?
Bei vielen Berufsfeuerwehren ist der Rettungsdienst ein zentraler Aufgabenbereich. Notfallsanitäter/innen arbeiten deshalb häufig auch bei Feuerwehren.
Fazit: Feuerwehr bietet mehrere Einstiegswege
Feuerwehr-Berufe reichen von Brandbekämpfung über Rettungsdienst bis Ingenieurwesen und Führung.
Du kannst einsteigen über:
- duale Ausbildung
- Berufsausbildung + Vorbereitungsdienst
- direkte Stufenausbildung
- Studium
Der wichtigste Punkt ist:
Es gibt keine einheitliche Berufsfeuerwehr-Ausbildung für ganz Deutschland.
Prüfe deshalb immer die konkrete Ausschreibung deiner:
- Stadt
- Berufsfeuerwehr
- Werkfeuerwehr
- Bundesbehörde
So erkennst du, welcher Einstieg tatsächlich zu deiner Vorbildung passt.
Nächster Schritt
- Berufe im öffentlichen Dienst
- Gesundheitsberufe
- Technische Berufe
- Ingenieurberufe
- Berufe mit Zukunft
- Berufe ohne Studium
- Berufe mit Realschulabschluss
- Berufe mit Hauptschulabschluss
- Berufe ohne Schichtarbeit
- Polizei-Berufe
- Welcher Beruf passt zu mir?
Quellen
- Bundesinstitut für Berufsbildung – Werkfeuerwehrmann/-frau:
https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprenticeship/909089
- Bundesagentur für Arbeit – BERUFENET, Werkfeuerwehrmann/-frau:
https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/76769
- Bundesagentur für Arbeit – BERUFENET, mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst:
https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/steckbrief/8176
- Bundesagentur für Arbeit – BERUFENET, gehobener feuerwehrtechnischer Dienst:
https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/steckbrief/8177
- Bundesagentur für Arbeit – BERUFENET, höherer feuerwehrtechnischer Dienst:
https://rest.arbeitsagentur.de/infosysbub/berufepool-rest/ct/v1/steckbriefe/13916.pdf
- Bundesagentur für Arbeit – BERUFENET, Notfallsanitäter/in:
https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/steckbrief/122462
- Berliner Feuerwehr – 112 Direkt 2026:
https://www.karriereportal-stellen.berlin.de/112-Direkt-1512026-Ausbildung-Feuerwehrfrau-Feuerwehrmann--de-j65258.html
- Berliner Feuerwehr – 112 Classic 2026:
https://www.karriereportal-stellen.berlin.de/112-Classic-1232026-Ausbildung-Feuerwehrfrau-Feuerwehrmann-de-j68166.html
- Karriere Bund – gehobener feuerwehrtechnischer Dienst / Brandschutz:
https://karriere.bund.de/
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