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Bewerbungsunterlagen scannen: So werden Zeugnisse professionell digitalisiert
Bewerbungsunterlagen richtig scannen: So digitalisierst du Zeugnisse, Zertifikate und Nachweise vollständig, gut lesbar und in sinnvoller Dateigröße für deine Online-Bewerbung.

Für eine digitale Bewerbung musst du Zeugnisse, Bescheinigungen und gegebenenfalls Unterschriften sauber in digitale Dateien umwandeln. Ein guter Scan ist vollständig, gerade ausgerichtet, ohne Schatten und bei normaler Ansicht gut lesbar. Eine teure Büroausstattung ist dafür nicht zwingend nötig, solange du die Datei nach dem Scannen sorgfältig prüfst.
Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt das Scannen und Erstellen von PDFs als Teil digitaler Bewerbungswege. Wichtig ist nicht nur die technische Umwandlung, sondern auch die richtige Auswahl, Reihenfolge und Benennung der Unterlagen.
Bewerbungsunterlagen scannen auf einen Blick
| Schritt | Worauf du achten solltest |
|---|---|
| Vorbereitung | Original glätten, Staub entfernen und Seiten vollständig bereitlegen |
| Scan | Gerade, scharf, ohne Schatten und mit lesbaren Rändern |
| Speichern | PDF verwenden und einen eindeutigen Dateinamen vergeben |
| Zusammenstellen | Seiten in der verlangten Reihenfolge zusammenführen |
| Kontrolle | Jede Seite öffnen, lesen und auf Vollständigkeit prüfen |
Das Original bleibt bei dir. Für die Bewerbung verschickst du eine Kopie oder eine digitale Version, sofern die Ausschreibung nichts anderes verlangt.
Originale und Kopien richtig behandeln
Versende grundsätzlich keine unersetzlichen Originalzeugnisse per Post und lade sie nicht unnötig auf fremde Online-Dienste hoch. Scanne das Original oder eine hochwertige Kopie und bewahre das Dokument anschließend sicher auf.
Wenn ein Arbeitgeber später Originale sehen möchte, bringst du sie zum Gespräch mit oder reichst sie über den gewünschten Weg nach. Verändere Zeugnisse und Bescheinigungen nicht. Ein Scan darf zugeschnitten und technisch optimiert werden, der Inhalt muss aber vollständig und unverändert bleiben.
Bei amtlichen Nachweisen oder beglaubigten Kopien gelten möglicherweise besondere Anforderungen. Lies die Ausschreibung und frage im Zweifel nach, ob ein einfacher Scan genügt.
Scanner oder Smartphone verwenden
Ein Flachbettscanner liefert bei einzelnen Seiten meist eine gleichmäßige Ausleuchtung und gerade Ränder. Ein Smartphone mit Scan-App kann ebenfalls gute Ergebnisse erzeugen, wenn das Dokument flach liegt, die Kamera parallel zur Seite gehalten wird und ausreichend Licht vorhanden ist.
Vermeide automatische Filter, die Papier stark vergilben, Schrift ausblenden oder Stempel verfälschen. Prüfe nach der automatischen Korrektur immer das Ergebnis. Bei sensiblen Bewerbungsdaten solltest du die Datenschutzbedingungen einer Scan-App und eines Cloud-Dienstes kennen.
Wenn du keinen Scanner hast, können Bewerbungs-PCs in Beratungsstellen oder Berufsinformationszentren eine praktische Alternative sein. Die technische Lösung ist weniger wichtig als ein lesbares, vollständiges Ergebnis.
Dokumente vor dem Scannen vorbereiten
Entferne Büroklammern, glätte geknickte Seiten und lege mehrseitige Nachweise in der richtigen Reihenfolge bereit. Reinige die Glasfläche des Scanners vorsichtig, damit keine Punkte oder Streifen auf jeder Seite erscheinen.
- Prüfe, ob Vorder- und Rückseite relevant sind.
- Entferne leere Seiten, die nicht zum Dokument gehören.
- Lege kleine Bescheinigungen vollständig auf eine Seite, ohne Text abzudecken.
- Ordne mehrere Dokumente vor dem Zusammenfügen nach der gewünschten Reihenfolge.
- Halte die Originale getrennt von bereits gescannten Seiten.
Eine gute Vorbereitung verhindert, dass du später eine fehlende Rückseite oder eine vertauschte Seite erneut suchen musst.
Auflösung und Farbe einstellen
Für normale Textseiten reichen häufig 200 bis 300 dpi aus. Bei kleinen Schriften, farbigen Stempeln oder Fotos kann eine höhere Auflösung sinnvoll sein. Eine unnötig hohe Einstellung vergrößert die Datei, ohne die Lesbarkeit sichtbar zu verbessern.
| Dokument | Praktische Einstellung |
|---|---|
| Schwarzweißer Text | Graustufen oder Schwarzweiß, wenn keine Farbinformation benötigt wird |
| Zeugnis mit Stempel | Farbe oder Graustufen, sofern Stempel und Unterschrift klar bleiben |
| Foto | Farbe und ausreichende Auflösung für eine natürliche Darstellung |
| Sehr kleine Schrift | Höhere Auflösung testen und Lesbarkeit vor Dateigröße priorisieren |
Scanne nicht pauschal alles in Farbe, wenn die Farbe keinen Informationswert hat. Umgekehrt solltest du farbige Merkmale nicht entfernen, wenn sie für die Echtheit oder Lesbarkeit des Nachweises relevant sind.
Gerade, vollständig und ohne Schatten scannen
Lege das Dokument bündig an einer Ecke des Scanners an. Beim Smartphone legst du es auf eine ebene, matte Fläche und beleuchtest es gleichmäßig von beiden Seiten. Die Kamera sollte parallel zur Seite stehen, damit keine trapezförmige Verzerrung entsteht.
Kontrolliere alle Ränder. Ein abgeschnittener Name, ein fehlendes Datum oder eine unvollständige Rückseite kann die Aussagekraft eines Zeugnisses beeinträchtigen. Dunkle Schatten an der Bindung oder an den Ecken solltest du durch eine andere Beleuchtung oder eine erneute Aufnahme vermeiden.
Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt für eingescannte Nachweise saubere, gerade Seiten ohne Schatten und Ränder. Diese Qualitätsmerkmale gelten unabhängig davon, ob du mit einem Scanner oder Smartphone arbeitest.
Mehrseitige Dokumente zusammenhalten
Scanne mehrseitige Zeugnisse und Bescheinigungen in der richtigen Reihenfolge. Wenn Vorder- und Rückseite zusammengehören, müssen beide Seiten in derselben Datei oder unmittelbar nacheinander enthalten sein.
Öffne die fertige Datei in der Seitenansicht und prüfe, ob keine Seite doppelt oder falsch gedreht ist. Benenne eine mehrseitige Datei zum Beispiel Mustermann_Max_Arbeitszeugnisse.pdf und nicht nach einer einzelnen Seite.
Wenn das Portal nur eine begrenzte Anzahl von Dateien erlaubt, kannst du mehrere relevante Nachweise als PDF zusammenführen. Beachte dabei die Maximalgröße und die Vorgaben zur Reihenfolge.
OCR und durchsuchbare PDF
Eine Texterkennung, kurz OCR, kann aus einem Bildscan eine durchsuchbare PDF machen. Das erleichtert die Suche nach Namen oder Begriffen und kann die digitale Verarbeitung unterstützen. OCR ist jedoch nicht immer fehlerfrei.
Prüfe nach der Texterkennung besonders Namen, Zahlen, Noten, Datumsangaben und Umlaute. Die sichtbare Seite muss unverändert lesbar bleiben. Eine falsch erkannte Zahl darf niemals den Eindruck erwecken, das Original sei verändert worden.
Für eine normale Bewerbung ist eine Bild-PDF nicht automatisch ungeeignet. Entscheidend ist, dass sie geöffnet werden kann und der Inhalt vollständig lesbar ist.
PDF erstellen und speichern
Speichere gescannte Unterlagen möglichst als PDF, wenn der Arbeitgeber oder das Portal nichts anderes verlangt. Führe einzelne Seiten mit einem PDF-Programm zusammen und kontrolliere danach die Seitenanzahl.
Beim Export solltest du keine Bearbeitungsmarkierungen, Kommentare oder privaten Notizen übernehmen. Verwende ein passendes PDF-Profil und öffne die gespeicherte Datei außerhalb der Scan-App. So erkennst du, ob die Datei auch in einem anderen Programm stabil dargestellt wird.
Weitere Hinweise zur vollständigen Zusammenstellung findest du unter Bewerbung als PDF. Das Scannen ist nur ein Schritt der Vorbereitung.
Bewerbungsfoto digitalisieren
Wenn du ein Bewerbungsfoto verwenden möchtest, digitalisiere es mit gleichmäßiger Beleuchtung und natürlicher Farbdarstellung. Ein Foto darf nicht durch automatische Filter unnatürlich wirken oder durch starke Komprimierung verpixelt werden.
Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland nicht verpflichtend. Wenn du eines beifügst, sollte es professionell und passend in Lebenslauf oder Mappe platziert sein. Nutze keine zufällige Aufnahme eines Papierabzugs, wenn dadurch Reflexionen oder ein unruhiger Hintergrund entstehen.
Speichere das Foto in der vom Portal verlangten Form oder füge es in den Lebenslauf ein. Versende nicht zusätzlich mehrere Bildversionen, wenn keine Auswahl verlangt wird.
Dateigröße reduzieren
Eine gescannte Bewerbung kann durch viele Farbseiten schnell groß werden. Entferne zuerst leere oder nicht verlangte Seiten. Reduziere danach die Auflösung großer Bilder und exportiere die PDF mit einer geeigneten Standardqualität neu.
Kontrolliere nach jeder Komprimierung Text, Stempel und Unterschriften. Eine kleine Datei ist nicht automatisch besser, wenn sie wichtige Details unleserlich macht. Die zulässige Größe richtet sich nach dem Unternehmen oder Portal; weitere Hinweise findest du unter Bewerbung Dateigröße.
Verwende für persönliche Zeugnisse nicht ohne Prüfung einen Online-Komprimierungsdienst. Lokale PDF-Funktionen sind bei vertraulichen Dokumenten oft die einfachere Lösung.
Dateiname und Reihenfolge
Vergib einen klaren Dateinamen, der deinen Namen und den Inhalt erkennen lässt. Beispiele sind Mustermann_Max_Arbeitszeugnisse.pdf, Mustermann_Max_Schulzeugnis_2025.pdf oder Mustermann_Max_Bewerbungsunterlagen.pdf.
Wenn du mehrere Dateien hochlädst, verwende dasselbe Namensmuster. Bei einer gemeinsamen PDF folgen Anschreiben, Lebenslauf und relevante Nachweise in einer nachvollziehbaren Reihenfolge. Unter Bewerbung und Dateiname findest du weitere Beispiele für einheitliche Namen.
Datenschutz beim Scannen
Zeugnisse und Bescheinigungen enthalten persönliche Daten. Prüfe bei Smartphone-Apps, ob Scans automatisch in einer Cloud gespeichert werden und wie lange die Dateien dort bleiben. Nutze keine öffentliche Scanstation ohne sichere Löschung, wenn du die Dateien anschließend nicht kontrollieren kannst.
Speichere die Dateien in einem geschützten Ordner und entferne Testbilder aus temporären Verzeichnissen. Teile Bewerbungsunterlagen nur über den vom Unternehmen vorgesehenen Weg. Öffentliche Links mit vollständigen Zeugnissen sind meist unnötig, wenn ein direkter Upload möglich ist.
Die Originale solltest du sicher aufbewahren. Eine digitale Kopie ersetzt nicht automatisch eine beglaubigte oder ausdrücklich verlangte Vorlage.
Qualität vor dem Versand kontrollieren
Öffne die fertige PDF bei 100 Prozent und prüfe jede Seite. Achte auf Ränder, Lesbarkeit, Ausrichtung, Seitenfolge und sichtbare Details. Kontrolliere außerdem, ob der Name im Dokument mit den Angaben im Lebenslauf und Anschreiben übereinstimmt.
| Kontrollpunkt | Frage |
|---|---|
| Vollständigkeit | Sind Vorder- und Rückseiten sowie alle verlangten Nachweise enthalten? |
| Lesbarkeit | Sind kleine Schrift, Zahlen, Stempel und Unterschriften klar erkennbar? |
| Darstellung | Sind alle Seiten gerade, nicht abgeschnitten und richtig gedreht? |
| Technik | Lässt sich die Datei ohne Passwort oder Fehlermeldung öffnen? |
| Zuordnung | Passt Dateiname und Inhalt zur richtigen Stelle? |
Eine zweite Kontrolle auf einem anderen Gerät kann Darstellungsfehler sichtbar machen. Vor dem endgültigen Versand kannst du zusätzlich die Checkliste für Bewerbungsunterlagen verwenden.
Häufige Fehler
- Der Scan ist schief, abgeschnitten oder durch Schatten teilweise unleserlich.
- Die Rückseite eines Zeugnisses fehlt.
- Mehrseitige Dokumente sind vertauscht oder durch leere Seiten unterbrochen.
- Die Auflösung ist unnötig hoch und überschreitet das Upload-Limit.
- Die Komprimierung macht Zahlen, Stempel oder Unterschriften unscharf.
- Die Datei wird als Bild oder ZIP hochgeladen, obwohl PDF verlangt wird.
- Ein Online-Dienst speichert persönliche Unterlagen, ohne dass die Bedingungen geprüft wurden.
- Die Originale werden verschickt, obwohl eine digitale Kopie genügt.
Die meisten Fehler fallen bei einer vollständigen Sichtprüfung auf. Öffne nicht nur die erste Seite, sondern die komplette Datei.
Checkliste
- Hast du die verlangten Originale oder Kopien vollständig vorbereitet?
- Sind alle Seiten gerade, sauber und ohne Schatten gescannt?
- Sind Vorder- und Rückseiten enthalten, wenn sie relevant sind?
- Passt die Auflösung zur Schrift, zum Stempel und zum Dokument?
- Ist die PDF richtig sortiert und eindeutig benannt?
- Liegt die Dateigröße innerhalb der Vorgabe?
- Lässt sich die Datei auf einem zweiten Gerät öffnen?
- Hast du die Originale sicher aufbewahrt und temporäre Kopien gelöscht?
Wenn du alle Punkte geprüft hast, kannst du die Datei mit den übrigen Bewerbungsunterlagen zusammenstellen und über den vorgesehenen Weg einreichen.
FAQ zum Scannen von Bewerbungsunterlagen
Kann ich Zeugnisse mit dem Smartphone scannen?
Ja. Lege das Dokument flach hin, sorge für gleichmäßiges Licht und halte die Kamera parallel zur Seite. Kontrolliere nach der automatischen Korrektur Ränder, Schrift und Stempel.
Welche Auflösung ist für Zeugnisse sinnvoll?
Für normale Textseiten reichen häufig 200 bis 300 dpi. Bei kleiner Schrift oder wichtigen Details kann eine höhere Auflösung sinnvoll sein. Entscheidend ist die Lesbarkeit bei angemessener Dateigröße.
Muss ich in Farbe scannen?
Nein, nicht immer. Für reine Textseiten können Graustufen oder Schwarzweiß genügen. Wenn farbige Stempel, Unterschriften oder Sicherheitsmerkmale relevant sind, solltest du die Farbe erhalten.
Wie scanne ich mehrere Seiten in eine PDF?
Scanne jede Seite einzeln oder im Mehrseitenscan und führe sie anschließend in der richtigen Reihenfolge zusammen. Öffne die fertige PDF und kontrolliere die Seitenzahl.
Ist ein Scan gleichbedeutend mit einer beglaubigten Kopie?
Nein. Ein Scan ist eine digitale Kopie. Wenn eine beglaubigte Kopie oder das Original verlangt wird, musst du die konkrete Vorgabe des Unternehmens oder der Behörde beachten.
Ähnliche Inhalte
Nach dem Scannen kannst du die Dateien als Bewerbung als PDF zusammenstellen und die Dateigröße prüfen. Für die Benennung hilft dir der Beitrag zu Bewerbungs-Dateinamen. Wenn du die Auswahl der Nachweise prüfen möchtest, findest du Hinweise zu Anlagen der Bewerbung und zur Bewerbungsmappe.
