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Ausbildung nach Abitur ohne Studium

Ausbildung nach dem Abitur statt Studium: Erfahre, welche Vorteile eine Berufsausbildung bietet, welche Berufe für Abiturienten interessant sind und wie du den passenden Karriereweg findest.

Ausbildung nach Abitur ohne Studium

Nach dem Abitur musst du nicht studieren. Eine Berufsausbildung kann der passendere Weg sein, wenn du praktisch lernen, früh Berufserfahrung sammeln und direkt in einen konkreten Beruf einsteigen möchtest.

Mit Abitur stehen dir Ausbildung, duales Studium und klassisches Studium offen. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob eine Ausbildung „unter“ einem Studium steht, sondern welcher Bildungsweg zu deinem gewünschten Beruf, deiner Lernweise und deinem Alltag passt.

Kurz gesagt: Wenn dein Wunschberuf über eine Ausbildung führt und du lieber praktisch als überwiegend wissenschaftlich lernst, kann eine Ausbildung nach dem Abitur eine sehr gute Entscheidung sein.

Muss man mit Abitur studieren?

Nein. Das Abitur eröffnet dir die Möglichkeit zu studieren, verpflichtet dich aber nicht dazu. Auch mit allgemeiner Hochschulreife kannst du regulär einen Ausbildungsvertrag abschließen.

Ist eine Ausbildung trotz Abitur sinnvoll?

Ja, wenn sie zu deinem Berufsziel passt. Eine Ausbildung bietet praktische Erfahrung, betriebliches Lernen, Ausbildungsvergütung, einen anerkannten Berufsabschluss und direkten Kontakt zur Arbeitswelt.

Ist das Abitur bei einer Ausbildung verschwendet?

Nein. Deine schulische Bildung bleibt dir erhalten und kann dir in Berufsschule, Prüfungen, komplexen Lerninhalten und späteren Weiterbildungen helfen. Auch ein späteres Studium bleibt grundsätzlich möglich, wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.

Ausbildung oder Studium nach dem Abitur?

Ausbildung und Studium führen zu unterschiedlichen Lern- und Arbeitsalltagen. Eine Ausbildung ist stärker praxisorientiert und verbindet Betrieb mit Berufsschule. Ein Studium legt den Schwerpunkt auf wissenschaftliche und theoretische Inhalte. Ein duales Studium kombiniert Hochschulunterricht mit Praxisphasen im Unternehmen.

Vergleiche vor der Entscheidung Lernform, Dauer, Finanzierung, Arbeitsalltag und den Abschluss, den dein gewünschter Beruf tatsächlich voraussetzt.

Wann passt eine Ausbildung besser?

Eine Ausbildung kann besser passen, wenn du praktisch lernen, früh Verantwortung übernehmen, eigenes Geld verdienen und einen konkreten Beruf von Grund auf kennenlernen möchtest.

Wann kann ein Studium besser passen?

Ein Studium kann sinnvoll oder notwendig sein, wenn dein Wunschberuf einen Hochschulabschluss voraussetzt oder du wissenschaftlich und theoretisch arbeiten möchtest. Entscheide nach dem Berufsziel, nicht nach gesellschaftlichen Erwartungen.

Ausbildung oder duales Studium?

Ein duales Studium verbindet Hochschulstudium und betriebliche Praxis. Es kann gut passen, wenn du beides verbinden möchtest und die akademischen Anforderungen ebenso wie die Erwartungen des Unternehmens erfüllen kannst.

Eine klassische Ausbildung ist stärker auf konkrete berufliche Handlungspraxis und einen anerkannten Ausbildungsberuf ausgerichtet.

Vorteile einer Ausbildung nach dem Abitur

Eine Ausbildung nach dem Abitur bietet mehrere Vorteile:

Frühe Praxiserfahrung

Du arbeitest direkt im Unternehmen und lernst reale Abläufe kennen.

Eigenes Einkommen

In einer dualen Ausbildung erhältst du eine Ausbildungsvergütung.

Konkretes Berufsprofil

Du lernst einen klar definierten Beruf und kannst früh prüfen, ob der Arbeitsalltag zu dir passt.

Gute Grundlage für Weiterbildung

Nach dem Abschluss kannst du dich je nach Beruf zum Beispiel als Fachwirt/in, Meister/in oder Techniker/in weiterqualifizieren.

Studium bleibt möglich

Eine Ausbildung schließt ein späteres Studium grundsätzlich nicht aus.

Nachteile und Herausforderungen

Zu den Herausforderungen gehören die zunächst niedrigere Vergütung im Vergleich zu einem späteren Fachkraftgehalt, eine frühere Spezialisierung und weniger wissenschaftliche Tiefe als in einem Studium. Prüfe deshalb, ob der konkrete Beruf langfristig zu dir passt.

Welche Ausbildung passt zu Abiturienten?

Es gibt keine Pflichtliste für Abiturienten. Du kannst dich auf zahlreiche duale und schulische Ausbildungsberufe bewerben. Besonders häufig werden kaufmännische, technische, digitale, verwaltungsbezogene und gesundheitsbezogene Wege gewählt.

Kaufmännische Ausbildung mit Abitur

Industriekaufmann/-frau, Bankkaufmann/-frau, Versicherungs- und Finanzanlagen, E-Commerce sowie Groß- und Außenhandelsmanagement verbinden Organisation, Zahlen und Kommunikation.

IT-Ausbildung mit Abitur

Fachinformatik und Digitalisierungsmanagement passen zu dir, wenn du technische Systeme verstehen, Probleme lösen und digitale Prozesse gestalten möchtest.

Technische Ausbildung

Mechatronik, Elektronik, Industriemechanik, technische Produktgestaltung und Zerspanung verbinden Theorie mit praktischer Arbeit.

Ausbildung im öffentlichen Dienst

Verwaltung, Sozialversicherung, Justiz und Finanzverwaltung bieten strukturierte Ausbildungswege mit jeweils eigenen Voraussetzungen.

Ausbildung im Handel

Einzelhandel, E-Commerce und spezielle Abiturientenprogramme können interessant sein, wenn du Kunden, Warenwirtschaft oder digitale Märkte spannend findest.

Ausbildung in der Logistik

Spedition, Lagerlogistik und kaufmännische Logistikberufe verbinden Planung, Warenströme und Organisation.

Handwerk nach dem Abitur

Auch Elektronik, Tischlerei, SHK oder Kfz-Mechatronik können passende Wege sein. Das Abitur verpflichtet dich nicht zu einem Büro- oder Hochschulberuf.

Gesundheitsberufe nach Abitur

Im Gesundheitsbereich gibt es neben dem Studium verschiedene Ausbildungswege. Schulische Voraussetzungen und Ausbildungsmodelle unterscheiden sich je nach Beruf.

Kreative Ausbildungsberufe

In kreativen Berufen zählen je nach Fachrichtung Portfolio, gestalterische Fähigkeiten, technische Kenntnisse und praktische Erfahrung.

Abiturientenprogramme

Einige Unternehmen bieten Programme für Bewerber mit Abitur oder Fachhochschulreife an. Diese können eine Ausbildung mit Fachwirt, Zusatzqualifikation oder branchenspezifischen Zertifikaten verbinden.

Ausbildung plus Fachwirt

In kaufmännischen Bereichen werden Ausbildung und weiterführende Qualifizierung teilweise eng kombiniert. Prüfe Abschluss, Dauer, Arbeitsbelastung, Vergütung und Karriereperspektive.

Ausbildung plus Zusatzqualifikation

Zusatzqualifikationen können Fremdsprachen, internationale Module, digitale Kenntnisse oder branchenspezifische Zertifikate umfassen.

Kann die Ausbildung mit Abitur verkürzt werden?

Eine Verkürzung kann unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein, ist aber nicht automatisch an das Abitur gekoppelt. Entscheidend sind unter anderem Ausbildungsbetrieb, zuständige Stelle und deine Leistungen. Kläre die Möglichkeit frühzeitig und plane nicht mit einer Verkürzung, bevor sie bestätigt ist.

Gute Abiturnoten notwendig?

Nicht für jede Ausbildung.

Arbeitgeber achten je nach Beruf unterschiedlich auf:

  • Gesamtnote,
  • Mathematik,
  • Deutsch,
  • Englisch,
  • Naturwissenschaften.

Zusätzlich zählen:

  • Motivation,
  • Praktika,
  • Persönlichkeit,
  • Eignungstests.

Ausbildung mit schlechtem Abitur

Auch ein schwächeres Abitur schließt eine Ausbildung nicht aus.

Konzentriere dich auf:

  • passende Berufe,
  • relevante Stärken,
  • praktische Erfahrung,
  • überzeugende Motivation.

Schlechte Mathematiknote

Wenn du dich für einen mathematisch geprägten Beruf bewirbst, kann eine schwache Note Fragen auslösen.

Du kannst aktuelle Fähigkeiten zeigen durch:

  • Kurse,
  • Projekte,
  • praktische Anwendungen.

Fehlende Praxiserfahrung nach dem Abitur

Viele Abiturienten haben noch keine umfangreiche Berufserfahrung.

Das ist normal.

Hilfreich sind:

  • Schülerpraktika,
  • Ferienjobs,
  • Nebenjobs,
  • ehrenamtliche Tätigkeiten,
  • eigene Projekte.

Praktikum vor der Ausbildung

Wenn du bei der Berufswahl unsicher bist, ist ein Praktikum besonders wertvoll.

Du siehst:

  • tatsächliche Aufgaben,
  • Arbeitszeiten,
  • Team,
  • Arbeitsumgebung.

So vermeidest du eine Entscheidung nur aufgrund einer Berufsbezeichnung.

Gap Year oder direkt Ausbildung?

Ein Gap Year kann sinnvoll sein, wenn du die Zeit gezielt nutzt.

Beispiele:

  • Praktika,
  • Freiwilligendienst,
  • Sprachaufenthalt,
  • Berufsorientierung.

Ein Jahr ohne Plan löst die Unsicherheit dagegen nicht automatisch.

Freiwilliges Jahr vor Ausbildung

Ein Freiwilligendienst kann besonders hilfreich sein, wenn du:

  • soziale Berufe testen,
  • praktische Erfahrung sammeln,
  • dich persönlich orientieren

möchtest.

Ausbildung nach Auslandsjahr

Ein Auslandsjahr kann zusätzliche Fähigkeiten bringen:

  • Selbstständigkeit,
  • Sprachkenntnisse,
  • interkulturelle Erfahrung.

Zeige in der Bewerbung, was du konkret gelernt hast.

Bewerbung nach Abitur

Gute Noten sind nicht in jedem Ausbildungsberuf Voraussetzung. Auch mit schwächerem Abitur kannst du eine passende Ausbildung finden, wenn du Interesse, Lernbereitschaft und konkrete Motivation zeigst. Praktika und eigene Projekte können fehlende Praxiserfahrung ausgleichen.

Wann bewerben?

Viele Unternehmen beginnen die Suche deutlich vor Ausbildungsbeginn.

Besonders bei:

  • großen Konzernen,
  • Banken,
  • Versicherungen,
  • öffentlichem Dienst,
  • beliebten Ausbildungsberufen

lohnt sich eine frühe Bewerbung.

Noch kein Abiturzeugnis vorhanden

Du kannst dich häufig bereits vor dem endgültigen Abschluss bewerben.

Dann werden typischerweise die aktuellen Schulzeugnisse verwendet.

Das Abschlusszeugnis reichst du später nach.

Ausbildung beginnt meist nach den Sommerferien

Viele duale Ausbildungen starten im August oder September.

Es gibt aber auch andere Starttermine.

Prüfe jede Ausschreibung einzeln.

Ausbildungsvergütung nach Abitur

Das Abitur führt nicht automatisch zu einer höheren Ausbildungsvergütung.

Die Vergütung hängt vor allem ab von:

  • Ausbildungsberuf,
  • Branche,
  • Ausbildungsjahr,
  • Tarifvertrag,
  • Betrieb.

Ausbildung und eigenes Wohnen

Wenn du für die Ausbildung umziehst, berechne:

  • Miete,
  • Nebenkosten,
  • Lebensmittel,
  • Fahrtkosten,
  • Versicherungen.

Vergleiche diese Kosten mit deiner Netto-Ausbildungsvergütung.

Finanzielle Unterstützung

Je nach persönlicher Situation und Ausbildungsart können unterschiedliche Förderleistungen infrage kommen.

Die Voraussetzungen müssen individuell geprüft werden.

Nebenjob während der Ausbildung

Ein Nebenjob kann möglich sein.

Achte auf:

  • Arbeitszeit,
  • Erholung,
  • Berufsschule,
  • betriebliche Regelungen.

Deine Ausbildung sollte Priorität haben.

Karriere nach der Ausbildung

Nach einem erfolgreichen Abschluss musst du nicht auf derselben Position bleiben.

Mögliche Wege:

  • Fachkarriere,
  • Spezialisierung,
  • Fachwirt,
  • Meister,
  • Techniker,
  • Studium.

Ausbildung und später studieren

Wenn du nach einigen Jahren doch studieren möchtest, ist dein Abitur weiterhin eine Hochschulzugangsberechtigung.

Deine Berufserfahrung kann zusätzlich hilfreich sein.

Erst Ausbildung, dann Studium

Diese Reihenfolge kann sinnvoll sein, wenn du:

  • zuerst Praxis sammeln,
  • deinen Beruf kennenlernen,
  • später gezielt akademisch vertiefen

möchtest.

Vorteile von Ausbildung vor Studium

Du bringst später ins Studium:

  • Berufspraxis,
  • Branchenverständnis,
  • konkrete Erfahrungen.

Außerdem kennst du deinen Fachbereich bereits aus dem Arbeitsalltag.

Nachteile von Ausbildung vor Studium

Der gesamte Bildungsweg dauert länger, wenn du anschließend noch mehrere Jahre studierst.

Deshalb sollte die Reihenfolge zu deinem Ziel passen und nicht nur dazu dienen, eine Entscheidung aufzuschieben.

Ausbildung und Weiterbildung statt Studium

Auch ohne Hochschulstudium kannst du dich nach der Ausbildung weiterqualifizieren.

Je nach Beruf kommen infrage:

  • Meister,
  • Techniker,
  • Fachwirt,
  • Betriebswirt,
  • Spezialqualifikationen.

Führungsposition ohne Studium

In vielen Branchen können Berufserfahrung und Fortbildungen zu verantwortungsvollen Positionen führen.

Ob ein Studium notwendig ist, hängt vom konkreten Unternehmen und Berufsfeld ab.

Selbstständigkeit nach Ausbildung

Eine Ausbildung kann eine Grundlage für spätere Selbstständigkeit sein.

Im Handwerk können je nach Tätigkeit zusätzliche Voraussetzungen gelten.

Ausbildung bei großen Unternehmen

Große Unternehmen bieten häufig:

  • strukturierte Ausbildungspläne,
  • mehrere Abteilungen,
  • interne Seminare,
  • Weiterbildungswege.

Die Konkurrenz um Plätze kann entsprechend hoch sein.

Ausbildung im Mittelstand

Mittelständische Betriebe können bieten:

  • breite Aufgaben,
  • direkten Kontakt zu Verantwortlichen,
  • frühe praktische Verantwortung.

Ausbildung im kleinen Betrieb

Kleine Unternehmen können eine sehr persönliche Ausbildung ermöglichen.

Prüfe aber genau:

  • Ausbildungsqualität,
  • Betreuung,
  • Aufgabenvielfalt.

Was ist wichtiger: Beruf oder Unternehmen?

Beides.

Ein guter Betrieb macht einen unpassenden Beruf nicht automatisch richtig.

Und ein interessanter Beruf kann in einem schlecht passenden Ausbildungsbetrieb unnötig schwierig werden.

Berufswahl nach Interessen

Frage dich:

  • Arbeite ich gern mit Menschen?
  • Arbeite ich gern mit Technik?
  • Möchte ich am Computer arbeiten?
  • Möchte ich körperlich arbeiten?
  • Mag ich Zahlen?
  • Möchte ich organisieren?

Berufswahl nach Arbeitsbedingungen

Prüfe:

  • Arbeitszeiten,
  • Schichtdienst,
  • Wochenendarbeit,
  • körperliche Belastung,
  • Kundenkontakt,
  • Homeoffice-Möglichkeiten nach der Ausbildung.

Nicht nur nach Ausbildungsgehalt entscheiden

Die Vergütung während der Ausbildung dauert nur wenige Jahre.

Wichtiger sind langfristig:

  • Fachkraftgehalt,
  • Arbeitsbedingungen,
  • Entwicklungsmöglichkeiten,
  • persönliche Passung.

KI und Berufswahl

Wähle deinen Beruf nicht nur danach, ob er angeblich „KI-sicher" ist.

Viele Berufe verändern sich durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz.

Langfristig wichtig bleiben:

  • Fachwissen,
  • Problemlösung,
  • digitale Kompetenzen,
  • Anpassungsfähigkeit.

Eltern erwarten ein Studium

Manche Abiturienten erleben familiären Druck.

Deine Familie kann dich beraten.

Die berufliche Entscheidung musst du jedoch langfristig selbst tragen.

Erkläre deine Entscheidung mit:

  • Berufsziel,
  • Ausbildungsplan,
  • Karriereperspektive.

Freunde gehen alle studieren

Das kann den Eindruck erzeugen, Ausbildung sei ungewöhnlich.

Aber unterschiedliche Berufe benötigen unterschiedliche Bildungswege.

Vergleiche dich nicht nur mit deinem Freundeskreis.

Angst, später etwas zu bereuen

Keine Bildungsentscheidung garantiert, dass du nie deine Meinung änderst.

Eine Ausbildung ist kein endgültiges Verbot für:

  • Studium,
  • Weiterbildung,
  • Berufswechsel.

Wichtig ist eine informierte Entscheidung mit dem heutigen Wissen.

10 typische Fehler nach dem Abitur

1. Automatisch studieren

Nur weil du Abitur hast, muss Studium nicht passen.

2. Ausbildung als zweite Wahl betrachten

Sie kann der direkte Weg zum Wunschberuf sein.

3. Nur nach Prestige entscheiden

Arbeitsalltag ist wichtiger.

4. Beruf nicht praktisch testen

Nutze Praktika.

5. Nur bekannte Berufe anschauen

Es gibt sehr viele Ausbildungsberufe.

6. Zu spät bewerben

Beliebte Plätze werden früh vergeben.

7. Ausbildungsvergütung mit Fachkraftgehalt verwechseln

Vergleiche langfristige Perspektiven.

8. Verkürzung voraussetzen

Sie muss individuell geklärt werden.

9. Eltern oder Freunde entscheiden lassen

Du musst später in dem Beruf arbeiten.

10. Weiterbildungsmöglichkeiten ignorieren

Ausbildung ist nicht das Ende deiner Bildung.

Entscheidungshilfe: Ausbildung oder Studium?

Ausbildung passt eher, wenn du:

  • praktisch lernen möchtest,
  • einen konkreten Ausbildungsberuf willst,
  • früh arbeiten möchtest,
  • Theorie direkt anwenden willst.

Studium passt eher, wenn du:

  • einen akademischen Zielberuf hast,
  • wissenschaftliches Lernen magst,
  • dich theoretisch vertiefen möchtest.

Duales Studium passt eher, wenn du:

  • akademischen Abschluss möchtest,
  • gleichzeitig intensiv im Unternehmen arbeiten willst,
  • eine hohe Lern- und Arbeitsbelastung bewältigen kannst.

Schritt für Schritt nach dem Abitur

Schritt 1: Berufsziel klären

Welche Tätigkeit möchtest du später ausüben?

Schritt 2: Bildungsweg prüfen

Ausbildung, Studium oder duales Studium?

Schritt 3: Berufe recherchieren

Nicht nur bekannte Optionen ansehen.

Schritt 4: Praktikum machen

Berufsalltag testen.

Schritt 5: Ausbildungsbetriebe vergleichen

Nicht nur den ersten Platz akzeptieren.

Schritt 6: Früh bewerben

Fristen beachten.

Schritt 7: Vorstellungsgespräch vorbereiten

Entscheidung für Ausbildung überzeugend erklären.

Schritt 8: Vertrag prüfen

Vergütung, Dauer, Probezeit und Urlaub verstehen.

Schritt 9: Finanzierung planen

Besonders bei Auszug.

Schritt 10: Karriere nach Ausbildung mitdenken

Weiterbildung und Studium bleiben möglich.

Checkliste: Ausbildung nach Abitur

Orientierung

  • [ ] Wunschberuf definiert
  • [ ] Ausbildung mit Studium verglichen
  • [ ] duales Studium geprüft
  • [ ] Arbeitsbedingungen recherchiert
  • [ ] Praktikum erwogen

Bewerbung

  • [ ] Ausbildungsstart geprüft
  • [ ] Bewerbungsfristen notiert
  • [ ] Lebenslauf erstellt
  • [ ] Zeugnisse vorbereitet
  • [ ] Motivation für Ausbildung formuliert

Auswahl

  • [ ] mehrere Betriebe verglichen
  • [ ] Ausbildungsqualität geprüft
  • [ ] Vergütung verglichen
  • [ ] Fahrtweg berücksichtigt
  • [ ] Übernahmechancen erfragt

Zukunft

  • [ ] Fachkraftperspektive geprüft
  • [ ] Weiterbildungsmöglichkeiten recherchiert
  • [ ] Verkürzung geprüft
  • [ ] späteres Studium als Option betrachtet
  • [ ] Entscheidung am Berufsziel ausgerichtet

Häufige Fragen

Kann man nach dem Abitur eine Ausbildung machen?

Ja. Mit Abitur kannst du regulär eine duale oder -- bei erfüllten Voraussetzungen -- schulische Berufsausbildung beginnen.

Ist eine Ausbildung nach dem Abitur Verschwendung?

Nein. Das Abitur eröffnet dir verschiedene Bildungswege. Wenn dein Wunschberuf über eine Ausbildung führt, kann sie die passende Entscheidung sein.

Was ist besser nach dem Abi: Ausbildung oder Studium?

Das hängt vom Zielberuf und deinem Lernstil ab. Eine Ausbildung ist stärker praxisorientiert, ein Studium stärker wissenschaftlich und theoretisch ausgerichtet.

Welche Ausbildung ist mit Abitur sinnvoll?

Das hängt von deinen Interessen ab. Abiturienten wählen unter anderem kaufmännische, IT-, technische, öffentliche, handwerkliche und gesundheitliche Ausbildungsberufe.

Gibt es spezielle Ausbildungen für Abiturienten?

Einige Unternehmen bieten Abiturientenprogramme oder Kombinationen aus Ausbildung und zusätzlichen Fortbildungsqualifikationen an.

Kann ich eine Ausbildung mit Abitur verkürzen?

Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Verkürzung möglich sein. Sie muss mit dem Ausbildungsbetrieb und der zuständigen Stelle abgestimmt werden.

Bekomme ich mit Abitur mehr Ausbildungsgehalt?

Nicht automatisch. Die Ausbildungsvergütung richtet sich grundsätzlich nach Beruf, Branche, Ausbildungsjahr, Tarifbindung und Betrieb.

Kann ich nach der Ausbildung noch studieren?

Ja. Dein Abitur bleibt bestehen. Du kannst dich später für ein Studium entscheiden, wenn du die jeweiligen Voraussetzungen erfüllst.

Muss ich studieren, wenn meine Noten sehr gut sind?

Nein. Gute Noten erweitern deine Möglichkeiten, bestimmen aber nicht, welcher Bildungsweg zu deinen beruflichen Zielen passt.

Kann ich mit schlechtem Abitur eine gute Ausbildung finden?

Ja. Arbeitgeber berücksichtigen neben Noten auch Motivation, Praktika, Eignung und persönliche Stärken.

Ist duales Studium besser als Ausbildung?

Nicht grundsätzlich. Ein duales Studium passt zu anderen Zielen und kombiniert Hochschulstudium mit betrieblicher Praxis. Eine Ausbildung konzentriert sich stärker auf die konkrete berufliche Qualifikation.

Was mache ich, wenn ich nach dem Abi noch unsicher bin?

Nutze Berufsorientierung, Praktika, Gespräche mit Betrieben und gegebenenfalls ein gezielt geplantes Orientierungsjahr, bevor du dich festlegst.

Fazit: Abitur bedeutet Wahlfreiheit -- nicht Studienpflicht

Nach dem Abitur ohne Studium direkt eine Ausbildung zu beginnen, kann ein klarer und strategischer Karriereweg sein.

Entscheidend ist nicht, welcher Bildungsweg gesellschaftlich als prestigeträchtiger wahrgenommen wird.

Entscheidend ist:

Welcher Weg führt zu dem Beruf, den du tatsächlich ausüben möchtest?

Eine Ausbildung bietet:

  • frühe Praxiserfahrung,
  • Ausbildungsvergütung,
  • einen anerkannten Berufsabschluss,
  • direkten Einstieg in die Arbeitswelt.

Mit Abitur kannst du außerdem später weiterhin:

  • studieren,
  • dich spezialisieren,
  • Meister, Techniker oder Fachwirt werden,
  • weitere berufliche Qualifikationen erwerben.

Das Abitur gibt dir mehr Optionen. Du nutzt diese Freiheit nicht nur dann, wenn du studierst, sondern auch dann, wenn du dich bewusst für eine Ausbildung entscheidest.

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