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Welche Arten von Ausbildung gibt es in Deutschland?

Welche Ausbildungsarten gibt es in Deutschland? Erfahre die Unterschiede zwischen dualer, schulischer und Teilzeitausbildung sowie weiteren Ausbildungswegen.

Welche Arten von Ausbildung gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es verschiedene Ausbildungsarten. Die bekanntesten sind die duale Ausbildung und die schulische Ausbildung. Daneben gibt es unter anderem Teilzeitausbildungen und besondere Ausbildungsmodelle, die Ausbildung mit zusätzlichen Qualifikationen verbinden.

Welche Ausbildungsform für dich infrage kommt, hängt vor allem vom gewünschten Beruf ab.

Die wichtigsten Ausbildungswege im Überblick:

AusbildungsartTypischer AufbauVergütung
Duale AusbildungBetrieb + Berufsschuleja
Schulische Ausbildungberufliche Schule + Praxisphasenje nach Beruf
Teilzeitausbildungreduzierte betriebliche Ausbildungszeit + Berufsschuleja, bei dualer Ausbildung
Abiturientenausbildung / SondermodelleAusbildung + Zusatzqualifikationje nach Modell
Beamtenausbildung / VorbereitungsdienstBehörde + theoretische AusbildungAnwärterbezüge je nach Laufbahn

Kurz gesagt: Du kannst die Ausbildungsart nicht immer frei wählen. Häufig ist für einen bestimmten Beruf bereits festgelegt, ob er dual, schulisch oder über einen anderen geregelten Ausbildungsweg erlernt wird.

Was bedeutet Ausbildungsart?

Mit „Ausbildungsart“ ist gemeint, wie und wo du einen Beruf erlernst.

Die wichtigsten Fragen sind:

  • Findet die Ausbildung hauptsächlich im Betrieb statt?
  • Besuchst du parallel eine Berufsschule?
  • Lernst du überwiegend an einer beruflichen Schule?
  • Gibt es verpflichtende Praxisphasen?
  • Bekommst du eine Ausbildungsvergütung?
  • Kannst du die Ausbildung in Teilzeit absolvieren?
  • Gibt es zusätzliche Qualifikationen?

Zwei Berufe können zu einem ähnlichen Bereich gehören und trotzdem völlig unterschiedlich ausgebildet werden.

Deshalb solltest du bei der Berufswahl nicht nur auf den Berufsnamen achten.

Prüfe immer auch den konkreten Ausbildungsweg.

Die wichtigsten Ausbildungsarten im Überblick

Für die meisten Ausbildungssuchenden sind vor allem diese Wege relevant:

1. Duale Ausbildung

Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

2. Schulische Ausbildung

Der Schwerpunkt liegt an einer beruflichen Schule. Je nach Beruf kommen Praktika oder praktische Ausbildungsabschnitte hinzu.

3. Teilzeitausbildung

Bei einer dualen Berufsausbildung kann die betriebliche Ausbildungszeit reduziert werden.

4. Besondere Ausbildungsmodelle

Dazu können beispielsweise Modelle für Abiturienten oder Ausbildungen mit zusätzlichen Qualifikationen gehören.

5. Ausbildung im öffentlichen Dienst und Beamtenlaufbahnen

Je nach Beruf und Laufbahn gibt es eigene Ausbildungs- beziehungsweise Vorbereitungsmodelle.

Diese Kategorien sind nicht in jedem Fall vollständig voneinander getrennt.

Eine Teilzeitausbildung ist beispielsweise keine völlig andere Berufsqualifikation, sondern eine andere zeitliche Gestaltung einer Berufsausbildung.

1. Was ist eine duale Ausbildung?

Die duale Ausbildung ist eine der bekanntesten Formen der Berufsausbildung in Deutschland.

„Dual“ bedeutet:

Du lernst an zwei zentralen Lernorten.

Diese sind:

  • Ausbildungsbetrieb
  • Berufsschule

Im Betrieb lernst du die praktische Arbeit.

In der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen.

Wie funktioniert eine duale Ausbildung?

Du schließt mit einem Ausbildungsbetrieb einen Ausbildungsvertrag.

Danach arbeitest du regelmäßig im Unternehmen und besuchst gleichzeitig die Berufsschule.

Ein möglicher Wochenplan:

TagLernort
MontagBetrieb
DienstagBetrieb
MittwochBerufsschule
DonnerstagBetrieb
FreitagBerufsschule

Das ist nur ein Beispiel.

In anderen Ausbildungen findet Berufsschule als Blockunterricht statt.

Dann bist du beispielsweise mehrere Wochen im Betrieb und anschließend für einen bestimmten Zeitraum in der Schule.

Welche Berufe werden dual ausgebildet?

Viele bekannte Ausbildungsberufe gehören zum dualen System.

Beispiele sind:

  • Fachinformatiker/in
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Verkäufer/in
  • Industriekaufmann/-frau
  • Fachkraft für Lagerlogistik
  • Fachlagerist/in
  • Elektroniker/in
  • Mechatroniker/in
  • Tischler/in
  • Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Die genaue Zahl und Bezeichnung anerkannter Ausbildungsberufe kann sich durch Neuordnungen verändern.

Deshalb sollte bei einer konkreten Berufswahl immer die aktuelle Ausbildungsordnung geprüft werden.

Wie lange dauert eine duale Ausbildung?

Je nach Ausbildungsberuf beträgt die reguläre Ausbildungsdauer normalerweise:

2 bis 3,5 Jahre.

Typische Modelle sind:

  • 2 Jahre
  • 3 Jahre
  • 3,5 Jahre

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildungszeit verkürzt oder verlängert werden.

Auch eine Teilzeitausbildung verändert normalerweise die Gesamtdauer.

Bekommt man bei einer dualen Ausbildung Geld?

Ja.

Bei einer dualen Ausbildung erhältst du vom Ausbildungsbetrieb eine:

Ausbildungsvergütung.

Die Höhe hängt unter anderem ab von:

  • Ausbildungsberuf
  • Ausbildungsjahr
  • Branche
  • Tarifvertrag
  • Arbeitgeber
  • Region

Die Vergütung steigt mit fortschreitender Berufsausbildung mindestens jährlich an.

Für wen eignet sich eine duale Ausbildung?

Eine duale Ausbildung kann gut passen, wenn du:

  • praktisch lernen möchtest
  • früh Berufserfahrung sammeln willst
  • nicht ausschließlich in der Schule sitzen möchtest
  • während der Ausbildung Geld verdienen möchtest
  • einen konkreten Beruf erlernen willst
  • Theorie direkt in der Praxis anwenden möchtest

Du solltest allerdings damit umgehen können, dass Arbeit und Schule gleichzeitig organisiert werden müssen.

Vorteile der dualen Ausbildung

Hoher Praxisanteil

Du sammelst bereits während der Ausbildung echte Berufserfahrung.

Ausbildungsvergütung

Du verdienst während der Ausbildung Geld.

Direkter Kontakt zu Arbeitgebern

Du bist mehrere Jahre Teil eines Unternehmens.

Das kann den späteren Berufseinstieg erleichtern.

Anerkannter Berufsabschluss

Nach erfolgreicher Prüfung besitzt du einen geregelten Berufsabschluss.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Je nach Beruf kannst du später beispielsweise Meister/in, Techniker/in oder Fachwirt/in werden.

Herausforderungen der dualen Ausbildung

Eine duale Ausbildung kann auch anspruchsvoll sein.

Du musst gleichzeitig:

  • arbeiten
  • Berufsschule besuchen
  • für Prüfungen lernen
  • Ausbildungsnachweise führen
  • betriebliche Regeln einhalten

Je nach Beruf kommen hinzu:

  • Schichtarbeit
  • Wochenendarbeit
  • körperliche Belastung
  • Kundenkontakt
  • frühe Arbeitszeiten

Deshalb sollte der tatsächliche Arbeitsalltag vor der Bewerbung geprüft werden.

2. Was ist eine schulische Ausbildung?

Bei einer schulischen Ausbildung findet ein großer Teil der Ausbildung an einer:

  • Berufsfachschule
  • Fachschule
  • Fachakademie
  • Berufskolleg
  • oder vergleichbaren beruflichen Schule

statt.

Praxis gehört je nach Ausbildung trotzdem dazu.

Sie kann beispielsweise über:

  • Praktika
  • praktische Unterrichtseinheiten
  • Praxissemester
  • Einsätze in Einrichtungen

integriert werden.

Ist eine schulische Ausbildung nur Schule?

Nein.

Der Begriff kann missverständlich sein.

Auch schulische Ausbildungen können einen erheblichen Praxisanteil haben.

Der Unterschied zur klassischen dualen Ausbildung liegt vor allem in der Organisation.

Bei der dualen Ausbildung ist der Ausbildungsbetrieb ein zentraler Vertragspartner und Lernort.

Bei schulischen Ausbildungswegen steht die berufliche Schule stärker im Mittelpunkt.

Welche Berufe haben schulische Ausbildungswege?

Schulische Ausbildungswege gibt es besonders in Bereichen wie:

  • Gesundheit
  • Soziales
  • Erziehung
  • Assistenzberufe
  • Labor
  • Gestaltung
  • Technik

Allerdings unterscheiden sich die Ausbildungsmodelle je nach Beruf deutlich.

Manche Gesundheits- und Pflegeausbildungen sind gesetzlich speziell geregelt und lassen sich nicht vollständig mit einer klassischen vollzeitschulischen Ausbildung gleichsetzen.

Deshalb solltest du den konkreten Beruf immer einzeln prüfen.

Wie lange dauert eine schulische Ausbildung?

Das hängt vom Ausbildungsberuf ab.

Viele schulische Ausbildungswege dauern mehrere Jahre.

Die konkrete Dauer kann beeinflusst werden durch:

  • Beruf
  • Bundesland
  • Schulform
  • Zugangsvoraussetzungen
  • Praxisanteile
  • vorhandene Vorqualifikationen

Eine allgemeine Dauer für alle schulischen Ausbildungen gibt es deshalb nicht.

Bekommt man bei einer schulischen Ausbildung Gehalt?

Nicht automatisch.

Das ist einer der wichtigsten Unterschiede, die du vor der Bewerbung prüfen solltest.

Je nach Ausbildung kann:

  • eine Vergütung gezahlt werden
  • keine Vergütung gezahlt werden
  • eine besondere Finanzierungsregel gelten

Bei bestimmten schulischen Angeboten können außerdem Kosten entstehen.

Deshalb solltest du vor Beginn konkret prüfen:

  • Bekomme ich eine Vergütung?
  • Gibt es Schulgeld?
  • Welche Materialkosten entstehen?
  • Welche Förderung ist möglich?
  • Wie finanziere ich meinen Lebensunterhalt?

Für wen eignet sich eine schulische Ausbildung?

Sie kann gut passen, wenn:

  • dein Wunschberuf schulisch ausgebildet wird
  • du gerne strukturiert im Unterricht lernst
  • du Theorie intensiv erarbeiten möchtest
  • praktische Phasen trotzdem Teil deiner Ausbildung sein sollen

Oft ist die Entscheidung aber weniger eine Frage persönlicher Vorliebe.

Wenn dein Wunschberuf einen bestimmten Ausbildungsweg vorsieht, musst du diesem Weg folgen.

Vorteile einer schulischen Ausbildung

Je nach Beruf können Vorteile sein:

  • strukturierter Unterricht
  • intensive theoretische Vorbereitung
  • spezialisierte Fachschulen
  • gezielte praktische Phasen
  • Zugang zu Berufen, die nicht dual ausgebildet werden

Herausforderungen einer schulischen Ausbildung

Mögliche Herausforderungen:

  • Vergütung nicht immer vorhanden
  • Finanzierung kann wichtiger werden
  • teilweise Zugangsvoraussetzungen
  • je nach Angebot mögliche Kosten
  • weniger kontinuierliche Einbindung in einen einzelnen Ausbildungsbetrieb

Diese Punkte unterscheiden sich stark nach Beruf und Schule.

Duale oder schulische Ausbildung: Was ist der Unterschied?

MerkmalDuale AusbildungSchulische Ausbildung
SchwerpunktBetrieb + Berufsschuleberufliche Schule
Praxiskontinuierlich im Betriebje nach Ausbildung über Praxisphasen
TheorieBerufsschuleberufliche Schule
VertragAusbildungsvertrag mit Betriebabhängig vom Ausbildungsmodell
Vergütunggrundsätzlich jaabhängig vom Beruf
Dauermeist 2–3,5 Jahreberufsspezifisch
Abschlussgeregelter Berufsabschlussberufsspezifischer Abschluss

Der wichtigste Unterschied ist also nicht:

Praxis oder keine Praxis.

Sondern:

Wie die Ausbildung organisiert ist und welcher Lernort im Mittelpunkt steht.

3. Was ist eine betriebliche Ausbildung?

Der Begriff:

betriebliche Ausbildung

wird häufig als Bezeichnung für die duale Berufsausbildung verwendet.

Damit ist gemeint, dass ein wesentlicher Teil deiner Ausbildung in einem Ausbildungsbetrieb stattfindet.

Du lernst dort die berufliche Praxis und besuchst zusätzlich die Berufsschule.

„Betrieblich“ bedeutet deshalb nicht, dass du ausschließlich im Unternehmen lernst.

Die Berufsschule bleibt Bestandteil des dualen Systems.

4. Was ist eine Teilzeitausbildung?

Eine Berufsausbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen in Teilzeit gestaltet werden.

Bei einer Teilzeitberufsausbildung wird die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit reduziert.

Bei Berufsausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz darf die Kürzung grundsätzlich höchstens:

50 Prozent

betragen.

Dadurch verlängert sich normalerweise die Ausbildungsdauer.

Wie lange dauert eine Teilzeitausbildung?

Wenn die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit reduziert wird, verlängert sich die Gesamtdauer entsprechend.

Die Ausbildungsdauer darf grundsätzlich höchstens das:

Eineinhalbfache der regulären Ausbildungsdauer

betragen.

Beispiel:

Eine regulär dreijährige Ausbildung kann in Teilzeit entsprechend länger dauern.

Die genaue Dauer wird individuell berechnet und vereinbart.

Für wen ist eine Teilzeitausbildung geeignet?

Teilzeit kann beispielsweise interessant sein für Menschen, die:

  • Kinder betreuen
  • Angehörige pflegen
  • persönliche Verpflichtungen haben
  • Ausbildung und besondere Lebensumstände verbinden müssen

Teilzeit ist nicht ausschließlich für Eltern vorgesehen.

Entscheidend ist die Vereinbarung mit dem Ausbildungsbetrieb im Rahmen der gesetzlichen Regeln.

Ist die Berufsschule in Teilzeit?

Nicht automatisch.

Das ist ein wichtiger Punkt.

Die Reduzierung betrifft die im Berufsausbildungsvertrag vereinbarte tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit.

Der Berufsschulunterricht wird dadurch nicht automatisch ebenfalls halbiert.

Wer eine Teilzeitausbildung plant, sollte deshalb vorher klären:

  • Berufsschulzeiten
  • Arbeitszeiten
  • Fahrtwege
  • Kinderbetreuung
  • persönliche Organisation

Bekommt man in Teilzeitausbildung weniger Geld?

Bei einer Teilzeitausbildung kann die Ausbildungsvergütung entsprechend der reduzierten Ausbildungszeit angepasst werden.

Wie hoch die tatsächliche Vergütung ist, sollte vor Vertragsabschluss konkret geklärt werden.

Entscheidend ist deshalb nicht nur:

Kann ich die Ausbildung zeitlich schaffen?

sondern auch:

Kann ich sie finanziell tragen?

5. Was ist eine Abiturientenausbildung?

Der Begriff „Abiturientenausbildung“ wird für besondere Ausbildungsmodelle verwendet, die sich gezielt an Bewerber mit:

  • Abitur
  • teilweise Fachhochschulreife

richten.

Häufig werden dabei eine reguläre Berufsausbildung und zusätzliche Qualifikationen miteinander kombiniert.

Bekannt sind solche Modelle beispielsweise im:

  • Handel
  • kaufmännischen Bereich
  • Dienstleistungsbereich

Die genaue Ausgestaltung unterscheidet sich von Arbeitgeber zu Arbeitgeber.

Ist eine Abiturientenausbildung ein Studium?

Nein.

Eine Abiturientenausbildung ist nicht automatisch ein Hochschulstudium.

Sie kann eine klassische Berufsausbildung mit zusätzlichen Qualifikationen verbinden.

Damit unterscheidet sie sich von einem:

dualen Studium.

Beim dualen Studium ist ein Hochschulstudium Bestandteil des Modells.

Was sind mögliche Vorteile einer Abiturientenausbildung?

Je nach Modell:

  • mehrere Qualifikationen
  • früher Einstieg ins Unternehmen
  • Ausbildungsvergütung
  • Vorbereitung auf Fach- oder Führungsaufgaben
  • praxisorientierter Karriereweg ohne klassisches Vollzeitstudium

Allerdings können diese Programme anspruchsvoll sein.

Häufig werden hohe Leistungen und viel Eigenorganisation erwartet.

6. Was ist eine Ausbildung mit Zusatzqualifikation?

Manche Ausbildungsbetriebe oder Bildungsgänge ermöglichen zusätzliche Qualifikationen parallel zur Berufsausbildung.

Das können beispielsweise sein:

  • Fremdsprachenkenntnisse
  • internationale Qualifikationen
  • kaufmännische Zusatzkenntnisse
  • technische Zusatzqualifikationen
  • spezielle Zertifikate

Welche Zusatzqualifikationen angeboten werden, hängt vom Beruf, Betrieb, Bundesland und Bildungsangebot ab.

Für wen sind Zusatzqualifikationen interessant?

Sie können sinnvoll sein, wenn du:

  • leistungsstark bist
  • zusätzliche Karriereoptionen möchtest
  • dich früh spezialisieren willst
  • internationale Aufgaben anstrebst
  • nach der Ausbildung schneller Verantwortung übernehmen möchtest

Wichtig ist aber:

Mehr Qualifikationen bedeuten häufig auch mehr Lernaufwand.

7. Was ist eine Ausbildung im öffentlichen Dienst?

Auch der öffentliche Dienst bildet in zahlreichen Berufen aus.

Dabei gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Bereiche:

Tariflich Beschäftigte

Hier gibt es klassische anerkannte Ausbildungsberufe.

Beispiele können je nach Behörde sein:

  • Verwaltungsfachangestellte
  • Fachinformatiker
  • kaufmännische oder technische Berufe

Beamtenlaufbahnen

Hier kann die Qualifizierung über einen:

Vorbereitungsdienst

erfolgen.

Die Regeln unterscheiden sich von klassischen dualen Ausbildungsberufen.

Wie funktioniert eine Beamtenausbildung?

Je nach Laufbahn und Dienstherr wechseln sich praktische Ausbildungsabschnitte und theoretischer Unterricht ab.

Mögliche Arbeitgeber beziehungsweise Dienstherren sind beispielsweise:

  • Bundesbehörden
  • Landesbehörden
  • Kommunen
  • Polizei
  • Justiz
  • Finanzverwaltung
  • Zoll

Die Voraussetzungen können unter anderem betreffen:

  • Schulabschluss
  • Staatsangehörigkeit beziehungsweise rechtliche Voraussetzungen
  • gesundheitliche Eignung
  • persönliche Eignung
  • Auswahlverfahren

Die Anforderungen unterscheiden sich nach Laufbahn und Behörde.

Bekommt man bei einer Beamtenausbildung Geld?

Während eines Vorbereitungsdienstes können Anwärterbezüge gezahlt werden.

Die Höhe hängt unter anderem von:

  • Dienstherr
  • Laufbahn
  • Besoldungsrecht

ab.

Dieses System ist nicht mit der klassischen Ausbildungsvergütung einer dualen Berufsausbildung gleichzusetzen.

8. Was ist ein duales Studium?

Ein duales Studium wird häufig zusammen mit Ausbildungsformen genannt.

Es ist jedoch wichtig, sauber zu unterscheiden:

Ein duales Studium ist ein Hochschulstudium und nicht einfach eine normale duale Ausbildung.

Es verbindet:

  • Studium
  • Praxis im Unternehmen

Je nach Modell kann zusätzlich ein anerkannter Ausbildungsabschluss erworben werden.

Ausbildung und duales Studium im Vergleich

PunktDuale AusbildungDuales Studium
BildungswegBerufsausbildungHochschulstudium
LernorteBetrieb + BerufsschuleHochschule + Unternehmen
AbschlussBerufsabschlussHochschulabschluss, je nach Modell zusätzlich Berufsabschluss
VoraussetzungbetriebsspezifischHochschulzugangsberechtigung erforderlich
Praxishochhoch
Theorieberufsschulischakademisch

Wenn du zwischen beiden Wegen schwankst, solltest du zuerst dein langfristiges Berufsziel betrachten.

9. Was ist eine außerbetriebliche Ausbildung?

Nicht jede duale Berufsausbildung findet vollständig in einem klassischen Ausbildungsbetrieb statt.

Für Jugendliche oder junge Erwachsene, die besondere Unterstützung beim Einstieg benötigen, können geförderte außerbetriebliche Ausbildungsangebote existieren.

Dabei übernimmt ein Bildungsträger eine zentrale Rolle.

Ziel bleibt, einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben und möglichst eng mit betrieblicher Praxis zu arbeiten.

Ob ein solches Angebot infrage kommt, hängt von der individuellen Situation und den jeweiligen Fördervoraussetzungen ab.

10. Was ist eine überbetriebliche Ausbildung?

Der Begriff:

überbetriebliche Ausbildung

bedeutet nicht automatisch, dass du keinen Ausbildungsbetrieb hast.

Besonders im Handwerk können bestimmte Ausbildungsinhalte zusätzlich in überbetrieblichen Bildungsstätten vermittelt werden.

Das ist sinnvoll, wenn ein einzelner Betrieb nicht alle Inhalte eines Berufs vollständig praktisch abdecken kann.

Dann ergänzt die überbetriebliche Unterweisung:

  • Ausbildungsbetrieb
  • Berufsschule

um weitere praktische Lernphasen.

Ist überbetriebliche Ausbildung eine eigene Ausbildungsart?

Im engeren Sinne häufig nicht.

Sie ist eher ein ergänzender Bestandteil bestimmter dualer Ausbildungswege.

Deshalb sollte sie nicht mit einer außerbetrieblichen Berufsausbildung verwechselt werden.

Schulische Ausbildung oder duale Ausbildung: Was passt besser?

Du kannst diese Entscheidung nur treffen, wenn dein Wunschberuf mehrere Ausbildungswege ermöglicht.

Vergleiche dann:

Lernstil

Möchtest du möglichst viel direkt im Betrieb lernen?

Dann kann ein duales Modell attraktiv sein.

Möchtest du stärker schulisch und strukturiert lernen?

Dann kann ein schulischer Weg besser passen.

Finanzen

Prüfe genau:

  • Vergütung
  • mögliche Kosten
  • Fördermöglichkeiten
  • Fahrtkosten
  • Wohnkosten

Praxis

Vergleiche, wie viele praktische Ausbildungsphasen vorgesehen sind.

Berufsziel

Am wichtigsten ist:

Welcher Ausbildungsweg führt tatsächlich zu deinem gewünschten Beruf?

Welche Ausbildungsart hat die beste Zukunft?

Es gibt keine Ausbildungsart, die automatisch bessere Zukunftschancen bietet.

Entscheidender sind:

  • Ausbildungsberuf
  • Nachfrage nach Fachkräften
  • Branche
  • persönliche Fähigkeiten
  • Weiterbildung
  • Berufserfahrung
  • technologische Veränderungen

Eine duale Ausbildung in einem wenig passenden Beruf ist nicht automatisch besser als eine schulische Ausbildung in einem stark nachgefragten Bereich.

Vergleiche deshalb zuerst die Berufe und erst danach die Ausbildungsmodelle.

Welche Ausbildungsart verdient am meisten?

Auch hier entscheidet nicht primär die Ausbildungsart.

Das Einkommen hängt stärker ab von:

  • Beruf
  • Branche
  • Tarifvertrag
  • Arbeitgeber
  • Region
  • Berufserfahrung
  • Weiterbildung

Bei der Finanzierung während der Ausbildung gibt es allerdings einen wichtigen Unterschied:

Eine duale Ausbildung wird vergütet.

Bei schulischen Ausbildungswegen muss die finanzielle Situation für den konkreten Beruf geprüft werden.

Welche Ausbildungsart ist am praktischsten?

Die klassische duale Ausbildung hat einen besonders hohen und kontinuierlichen betrieblichen Praxisanteil.

Du arbeitest regelmäßig im Ausbildungsbetrieb und lernst dort den Berufsalltag kennen.

Aber auch andere Ausbildungsformen können intensive Praxisphasen enthalten.

Deshalb solltest du nicht nur auf die Bezeichnung achten, sondern den konkreten Ausbildungsplan prüfen.

Welche Ausbildungsart ist am theoretischsten?

Schulische Ausbildungswege haben häufig einen stärkeren schulischen Schwerpunkt.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie „nur Theorie“ sind.

Viele Berufe benötigen verpflichtende praktische Ausbildungsphasen.

Auch in einer dualen Ausbildung spielt Theorie eine wichtige Rolle, weil die Berufsschule zum Ausbildungsweg gehört.

Welche Ausbildungsart passt zu welchem Lerntyp?

Eine grobe Orientierung:

Wenn du ...Dann könnte interessant sein
möglichst praktisch lernen möchtestduale Ausbildung
einen schulisch geregelten Beruf anstrebstschulische Ausbildung
weniger betriebliche Wochenstunden brauchstTeilzeitausbildung
Abitur hast und Zusatzqualifikationen möchtestAbiturientenmodell
im Staatsdienst eine Beamtenlaufbahn anstrebstVorbereitungsdienst
akademischen Abschluss + Praxis möchtestduales Studium

Diese Tabelle ist nur eine Orientierung.

Der gewünschte Beruf entscheidet häufig bereits über den möglichen Ausbildungsweg.

Welche Ausbildungsart passt zu Erwachsenen?

Auch Erwachsene können verschiedene Ausbildungswege nutzen.

Besonders relevant können sein:

  • duale Ausbildung
  • schulische Ausbildung
  • Teilzeitausbildung

Bei Erwachsenen spielen häufig zusätzliche Faktoren eine Rolle:

  • bisherige Berufserfahrung
  • finanzielle Verpflichtungen
  • Familie
  • mögliche Verkürzung
  • vorhandene Abschlüsse
  • Arbeitslosigkeit oder berufliche Neuorientierung

Eine Teilzeitausbildung kann beispielsweise helfen, Ausbildung und Betreuungspflichten miteinander zu verbinden.

Welche Ausbildungsart passt zu Eltern?

Eltern sollten besonders prüfen:

  • Arbeitszeiten
  • Berufsschulzeiten
  • Fahrtwege
  • Kinderbetreuung
  • finanzielle Situation
  • Teilzeitmöglichkeiten

Eine Teilzeitausbildung kann eine Option sein.

Sie bedeutet jedoch nicht automatisch, dass alle Teile der Ausbildung zeitlich reduziert werden.

Die Berufsschule muss separat berücksichtigt werden.

Welche Ausbildungsart passt nach dem Abitur?

Mit Abitur stehen dir grundsätzlich mehrere Wege offen.

Zum Beispiel:

  • klassische duale Ausbildung
  • schulische Ausbildung
  • Abiturientenausbildung
  • Ausbildung mit Zusatzqualifikation
  • duales Studium
  • klassisches Studium

Abitur verpflichtet dich nicht zu einem Studium.

Eine Ausbildung kann sinnvoll sein, wenn du:

  • praktisch lernen möchtest
  • schnell Berufserfahrung sammeln willst
  • einen konkreten Beruf im Blick hast
  • früh eigenes Geld verdienen möchtest

Welche Ausbildungsart passt mit Hauptschulabschluss?

Mit Hauptschulabschluss kommen zahlreiche duale Ausbildungsberufe infrage.

Welche Chancen du konkret hast, hängt unter anderem ab von:

  • Beruf
  • Arbeitgeber
  • Noten
  • Praktika
  • Motivation
  • Region

Für manche schulischen Ausbildungswege gelten dagegen bestimmte schulische Zugangsvoraussetzungen.

Deshalb solltest du die Anforderungen jedes Berufs einzeln prüfen.

Welche Ausbildungsart passt mit mittlerer Reife?

Mit mittlerem Schulabschluss stehen viele duale und schulische Ausbildungswege offen.

Besonders wichtig ist nicht nur dein Abschluss, sondern auch:

  • Noten
  • Interessen
  • Praktika
  • Sprachkenntnisse
  • persönliche Eignung

Bei beliebten Ausbildungsplätzen kann die Konkurrenz trotzdem hoch sein.

Welche Ausbildungsart passt für Quereinsteiger?

Wenn du bereits gearbeitet hast und einen neuen Beruf lernen möchtest, kann eine reguläre Berufsausbildung weiterhin möglich sein.

Je nach Situation solltest du prüfen:

  • Kann Vorbildung angerechnet werden?
  • Ist eine Verkürzung möglich?
  • Ist Teilzeit sinnvoll?
  • Wie finanziere ich die Ausbildungszeit?
  • Gibt es alternative Qualifizierungswege?

Nicht jeder Berufswechsel erfordert zwingend eine komplette neue Ausbildung.

Bei einem klar geregelten Ausbildungsberuf kann sie aber eine solide Grundlage für den Neustart sein.

So vergleichst du Ausbildungsarten richtig

Wenn mehrere Wege möglich sind, erstelle eine Vergleichstabelle.

KriteriumWeg AWeg B
Dauer
Vergütung
Kosten
Praxisanteil
Lernort
Zugangsvoraussetzungen
Abschluss
Weiterbildung
Arbeitsmarkt
persönliche Passung

Fülle die Tabelle mit Informationen zum konkreten Beruf.

So vermeidest du pauschale Entscheidungen.

Häufige Fehler bei der Wahl der Ausbildungsart

Duale Ausbildung automatisch für besser halten

Sie hat viele Vorteile, ist aber nicht für jeden Beruf der vorgesehene Ausbildungsweg.

Schulische Ausbildung mit normaler Schule verwechseln

Schulische Berufsausbildungen sind berufsqualifizierende Bildungswege und enthalten je nach Beruf praktische Phasen.

Bei schulischer Ausbildung automatisch mit Gehalt rechnen

Die Finanzierung muss für den konkreten Beruf geprüft werden.

Teilzeitausbildung mit halber Ausbildungsdauer verwechseln

Weniger Wochenstunden bedeuten normalerweise eine längere Gesamtdauer, nicht eine kürzere Ausbildung.

Duales Studium und duale Ausbildung gleichsetzen

Das duale Studium ist ein Hochschulstudium.

Abiturientenausbildung für einen einheitlichen Abschluss halten

Der Begriff umfasst unterschiedliche Modelle. Entscheidend ist, welche konkreten Abschlüsse und Zusatzqualifikationen angeboten werden.

Nur die Ausbildungsform vergleichen

Der Beruf selbst ist wichtiger.

Aufgaben, Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

Checkliste: Welche Ausbildungsart passt zu mir?

  • [ ] Weiß ich, welchen Beruf ich lernen möchte?
  • [ ] Kenne ich den vorgesehenen Ausbildungsweg?
  • [ ] Weiß ich, wo die Ausbildung stattfindet?
  • [ ] Kenne ich die Ausbildungsdauer?
  • [ ] Weiß ich, ob ich eine Vergütung bekomme?
  • [ ] Habe ich mögliche Kosten geprüft?
  • [ ] Kenne ich die Zugangsvoraussetzungen?
  • [ ] Weiß ich, wie hoch der Praxisanteil ist?
  • [ ] Kenne ich die Berufsschul- beziehungsweise Schulzeiten?
  • [ ] Habe ich Teilzeitmöglichkeiten geprüft?
  • [ ] Kenne ich den Abschluss?
  • [ ] Weiß ich, welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen?
  • [ ] Habe ich ähnliche Ausbildungsberufe verglichen?
  • [ ] Passt die Ausbildungsform zu meiner finanziellen Situation?
  • [ ] Passt der Arbeitsalltag des Berufs zu mir?

Häufige Fragen

Welche Arten von Ausbildung gibt es in Deutschland?

Zu den wichtigsten Ausbildungswegen gehören die duale und die schulische Ausbildung. Daneben gibt es Teilzeitmodelle, besondere Programme für Abiturienten, Ausbildungen mit Zusatzqualifikationen und spezielle Wege im öffentlichen Dienst.

Was ist die häufigste Form der Ausbildung?

Die duale Berufsausbildung ist eine zentrale Ausbildungsform in Deutschland. Dabei lernen Auszubildende im Betrieb und in der Berufsschule.

Was ist der Unterschied zwischen dualer und schulischer Ausbildung?

Bei einer dualen Ausbildung sind Ausbildungsbetrieb und Berufsschule die zentralen Lernorte. Bei einer schulischen Ausbildung liegt der Schwerpunkt auf einer beruflichen Schule, ergänzt durch praktische Ausbildungsphasen je nach Beruf.

Welche Ausbildung wird bezahlt?

Bei einer dualen Berufsausbildung erhältst du eine Ausbildungsvergütung. Bei schulischen Ausbildungswegen hängt die Vergütung vom jeweiligen Beruf und der konkreten Regelung ab.

Ist eine betriebliche Ausbildung dasselbe wie eine duale Ausbildung?

Der Begriff „betriebliche Ausbildung“ wird häufig für die duale Berufsausbildung verwendet, weil ein wesentlicher Teil im Ausbildungsbetrieb stattfindet. Zur dualen Ausbildung gehört aber zusätzlich die Berufsschule.

Was ist eine Teilzeitausbildung?

Bei einer Teilzeitausbildung wird die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit reduziert. Dadurch verlängert sich normalerweise die Gesamtdauer der Ausbildung.

Ist eine Teilzeitausbildung nur für Eltern?

Nein. Teilzeitausbildung ist nicht grundsätzlich auf Eltern beschränkt. Sie kann auch in anderen Lebenssituationen vereinbart werden.

Was ist eine Abiturientenausbildung?

Damit werden besondere Ausbildungsmodelle bezeichnet, die sich häufig an Bewerber mit Abitur oder Fachhochschulreife richten und eine Berufsausbildung mit zusätzlichen Qualifikationen verbinden können.

Ist ein duales Studium eine Ausbildung?

Ein duales Studium ist in erster Linie ein Hochschulstudium, das akademisches Lernen mit Praxis im Unternehmen verbindet. Je nach Modell kann zusätzlich ein Ausbildungsabschluss erworben werden.

Welche Ausbildungsart ist die beste?

Es gibt keine allgemein beste Ausbildungsart. Entscheidend sind dein gewünschter Beruf, deine Lernweise, deine finanzielle Situation und deine beruflichen Ziele.

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Fazit: Der Beruf entscheidet häufig über die Ausbildungsart

Die wichtigsten Ausbildungsarten in Deutschland sind die duale und die schulische Ausbildung.

Bei der dualen Ausbildung lernst du:

im Betrieb + in der Berufsschule.

Bei der schulischen Ausbildung liegt der Schwerpunkt:

an einer beruflichen Schule + in vorgesehenen Praxisphasen.

Daneben gibt es unter anderem:

  • Teilzeitausbildung
  • Abiturientenmodelle
  • Ausbildungen mit Zusatzqualifikationen
  • besondere Ausbildungswege im öffentlichen Dienst
  • außerbetriebliche Unterstützungsmodelle
  • überbetriebliche Ausbildungsabschnitte

Ein duales Studium solltest du davon unterscheiden, weil es ein Hochschulstudium ist.

Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht:

Welche Ausbildungsart ist allgemein die beste?

Sondern:

Welcher Beruf passt zu mir und über welchen Ausbildungsweg kann ich diesen Beruf sinnvoll erlernen?

Wenn mehrere Ausbildungswege möglich sind, vergleiche Dauer, Praxisanteil, Vergütung, Kosten, Zugangsvoraussetzungen und Abschluss.

So findest du nicht nur irgendeine Ausbildungsform, sondern den Weg, der zu deinem Berufsziel und deiner Lebenssituation passt.